Autoverkäufe Chinesen reißen sich um Porsche

Starke Geschäfte im Ausland halten Porsche auf Wachstumskurs, allein in China steigen die Verkäufe um zehn Prozent. In Deutschland sinken die Neuzulassungen hingegen. Grund ist die Dieselaffäre.
Porsche-Modell in Peking

Porsche-Modell in Peking

Foto: KIM KYUNG-HOON/ REUTERS

Porsche hat in den ersten drei Quartalen 2017 weltweit rund 186.000 Autos ausgeliefert - vier Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das teilte das Unternehmen in Stuttgart mit. In den ersten drei Quartalen 2016 hatte der Zuwachs ebenfalls bei vier Prozent gelegen.

Immer wichtiger für den Sport- und Geländewagenbauer wird der chinesische Markt. Dort wuchs das Geschäft um zehn Prozent auf 54.000 ausgelieferte Autos. Zweitwichtigster Markt sind die USA mit 41.000 Fahrzeugen. Hier lag das Plus bei zwei Prozent.

Dagegen verliert Deutschland als Markt für das Unternehmen an Bedeutung. Die Auslieferungen sanken hier zwischen Januar und September um ein Prozent auf etwa 22.000. Das dürfte auch mit einer Entscheidung des Bundesverkehrsministeriums zusammenhängen: Dieses hatte im Sommer ein Zulassungsverbot für Geländewagen des Typs Cayenne mit 3-Liter-Motor verhängt, weil eine illegale Abschalteinrichtung gefunden worden war. Porsche rief daraufhin 21.500 Fahrzeuge zurück.

Anderswo in Europa lief es besser: 61.000 ausgelieferte Fahrzeuge und ein Zuwachs von vier Prozent.

Bei den verschiedenen Modellen stieg besonders das Interesse an der Limousine Panamera. Bisher wurden in diesem Jahr gut 19.000 Autos verkauft - mehr als 70 Prozent mehr als zuvor. Beim Cayenne hingegen sank die Zahl ausgelieferter Fahrzeuge um drei Prozent auf 49.000.

asa/dpa
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