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14. September 2018, 15:07 Uhr

Lebensmittel

Post testet mobile Tante-Emma-Läden

Auf der Suche nach neuen Geschäften prüft die Post den Einstieg in die Versorgung der Landbevölkerung. Denn in manchen Gemeinden können sich die Menschen kaum noch mit Produkten des täglichen Bedarfs eindecken.

Die deutsche Post will Menschen auf dem Land mit mobilen Tante-Emma-Läden versorgen. Dafür startet sie einen Versuch unter dem Motto "Meine Landpost".

Dabei soll ein Mitarbeiter mit einem Elektrofahrzeug den Kunden nicht nur Briefmarken verkaufen, Pakete mitnehmen oder Bargeld auszahlen, sondern auch Lebensmittel und andere Dinge an die Haustür bringen. "Wir wollen schauen, wie die Nachfrage ist und ob sich daraus ein Geschäftsmodell entwickeln lässt", sagte ein Postsprecher.

Als Modell-Gemeinden für den Testlauf bis Ende November wurden Buchen im Odenwald und Oberkotzau in Oberfranken ausgesucht.

Posteigener Online-Supermarkt beliefert mobile Läden

Vor allem in bevölkerungsarmen Landesteilen findet die Post keine Kooperationspartner mehr für Filialen. Kioske oder auch Lebensmittelmärkte, die als weiteres Standbein Postdienstleistungen anbieten könnten, gibt es kaum mehr. In Gemeinden und Ortsteilen mit mehr als 2000 Einwohnern muss die Post aber eine Filiale betreiben.

Die Post verknüpft ihren mobilen Dienst mit dem posteigenen Online-Supermarkt "AllyouneedFresh". Von diesem werden die Servicefahrzeuge beliefert.

Als Warenlager mit Tiefkühlmöglichkeit werden bereits existierende Zustellstützpunkte jeweils nahe den beiden Gemeinden genutzt. Ältere Kunden, die mit der Plattform nicht zurechtkommen, können über den Service-Mitarbeiter Artikel bestellen. Die Preise liegen laut Post auf dem üblichen Niveau.

brt/dpa

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