Nach Warnstreiks Postbank-Mitarbeiter bekommen mehr Geld und länger Kündigungsschutz

Die Postbank und die Gewerkschaft Ver.di haben ihren Tarifstreit beigelegt: Die Gehälter werden um insgesamt 4,75 Prozent erhöht, auch gilt bis 2023 ein Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen.

Beschäftigte der Postbank demonstrieren während eines Warnstreikes
Daniel Reinhardt / DPA

Beschäftigte der Postbank demonstrieren während eines Warnstreikes


Die rund 12.000 Beschäftigten der Postbank erhalten mehr Geld und sind bis ins Jahr 2023 vor betriebsbedingten Kündigungen geschützt. Die Tochter der Deutschen Bank und die Gewerkschaft Ver.di haben sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt, der Gehaltssteigerungen von drei Prozent ab November 2019 und um weitere 1,75 Prozent ab Januar 2021 vorsieht. Der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen wurde um zwei Jahre verlängert, er gilt nun bis zum 30. Juni 2023.

Der Abschluss sei ein "sehr gutes Signal" in unsicheren Zeiten, sagte Ver.di-Verhandlungsführer Jan Duschek. Die Verhandlungsführerin der Postbank, Britta Lehfeldt, sprach von einem "tragfähigen Kompromiss", der den Interessen von Mitarbeitern und Unternehmen gerecht werde. Für die Bank sei es jetzt wichtig, so schnell wie möglich die Folgen des Streiks zu beheben. Ver.di hatte während der Tarifauseinandersetzung mehrfach zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen.

Die Beschäftigten der Postbank können nach Angaben der Gewerkschaft wählen, ob die Gehaltserhöhungen ausgezahlt oder in Freizeit umgewandelt werden sollen. Der Tarifeinigung müssen noch die Ve.rdi-Mitglieder bei der Postbank in einer Urabstimmung zustimmen. Die Tarifkommission der Gewerkschaft hat einstimmig die Annahme des Tarifvertrags empfohlen.

hej/dpa



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