Postbank Streiks verzögern Überweisungen

Postbank-Kunden müssen derzeit mit Verzögerungen bei Überweisungen und bei Anrufen im Callcenter rechnen. Tausende Angestellte der Bank protestieren mit Warnstreiks gegen mehr Arbeit für weniger Geld. Mehrere hundert Mitarbeiter gingen auf die Straße.

Postbank-Finanzcenter: Die Filialen sind vom Streik nicht betroffen
ddp

Postbank-Finanzcenter: Die Filialen sind vom Streik nicht betroffen


Dortmund/Köln - Mehrere tausend Angestellte der Postbank haben sich nach Gewerkschaftsangaben am Donnerstag an bundesweiten Warnstreiks beteiligt. Für Kunden sei es dadurch zu Verzögerungen bei Überweisungen und bei Anrufen in Callcentern gekommen, sagte ein Ver.di-Sprecher. Alle Post-Filialen seien aber geöffnet. Bei einer zentralen Kundgebung in Dortmund zogen laut Ver.di rund 600 Demonstranten mit Fahnen und Trillerpfeifen durch die Innenstadt.

Die Postbank-Beschäftigten protestieren gegen eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen in Folge der Übernahme durch die Deutsche Bank. Geplant sind laut Ver.di längere Arbeitszeiten, weniger Urlaub und niedrigere Gehälter, so dass den Mitarbeitern Einbußen von bis zu 30 Prozent drohten.

Ein Postbank-Sprecher hatte den Streikaufruf der Gewerkschaft im Vorfeld als unverständlich und ungerechtfertigt kritisiert. Die Bank verzichte bis Ende 2014 auf betriebsbedingte Kündigungen und habe sich verpflichtet, so viele Arbeitsplätze wie möglich in Deutschland zu erhalten.

Die Postbank ist mit rund 14 Millionen Kunden die größte Privatkundenbank in Deutschland. Ihr Hauptklientel sind Kleinkunden - ein Potential, das auch die Deutsche Bank als neuer Haupteigner nutzen will. Die Integration ist im Gange und sorgt bei vielen Beschäftigten für Unruhe.

Das Bonner Geldinstitut führt 850 frühere große Post-Filialen in eigener Regie als Finanzcenter. Dazu wurden weitere 277 Post-Filialen übernommen.

stk/dpa-AFX



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det1959 01.12.2011
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Zitat von sysopPostbank-Kunden müssen derzeit mit Verzögerungen bei Überweisungen und bei Anrufen im Callcenter rechnen.*Tausende Angestellte der*Bank protestieren mit Warnstreiks gegen die angebliche Verschlechterung ihrer Arbeitsbedingungen. Am Donnerstag gingen mehrere hundert Mitarbeiter auf die Straße. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,801065,00.html
Kann sich der Spiegel denn nicht einmal selber richtig zitieren? Im Artikel steht: "Die Postbank-Beschäftigten protestieren gegen eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen in Folge der Übernahme durch die Deutsche Bank. Geplant sind laut Ver.di längere Arbeitszeiten, weniger Urlaub und niedrigere Gehälter, so dass den Mitarbeitern Einbußen von bis zu 30 Prozent drohten." Der Thread hingegen wird mit der Aussage eröffnet, daß die Angestellten "gegen die angebliche Verschlechterung ihrer Arbeitsbedingungen" protestieren. Wer bin ich und wenn ja wieviele?
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