Auseinandersetzung mit Ver.di Postbank-Streik in Bayern und Thüringen erwartet

Postbank-Kunden in Nordbayern und Südthüringen müssen an diesem Freitag und Samstag mit eingeschränktem Service rechnen. Mitarbeiter wollen streiken.
Postbank-Streik in Hamburg (Archiv)

Postbank-Streik in Hamburg (Archiv)

Foto: Daniel Reinhardt / DPA

Die Gewerkschaft Ver.di hat Mitarbeiter der Postbank zu Warnstreiks aufgerufen. An diesem Freitag und Samstag sollen Beschäftigte in Nordbayern und Südthüringen die Arbeit ruhen lassen, sagte Stefanie Schulze, Gewerkschaftssekretärin von Ver.di in Mittelfranken. Auch "wichtige interne Abteilungen" seien zum Warnstreik aufgerufen.

Zuvor hatte die Postbank ihr Tarifangebot für rund 12.000 Beschäftigte in der DB Privat- und Firmenkundenbank, den Postbank-Filialen sowie bei Tochterunternehmen nachgebessert, um unbefristete Streiks abzuwenden. Das Angebot sehe nun bei einer Laufzeit von 29 Monaten eine Gesamterhöhung der Tarifgehälter von rund 4,1 Prozent vor, teilte das Unternehmen mit.

Carolin Schenker, Ver.di-Mitglied in der Verhandlungskommission, sagte, die Arbeitgeberseite biete nun aufs Jahr gerechnet durchschnittlich 1,7 Prozent. Das sei immer noch sehr weit von der Gewerkschaftsforderung von sieben Prozent entfernt.

Ver.di hatte die Verhandlungen mit der Deutsche-Bank-Tochter vor vier Wochen für gescheitert erklärt und eine Urabstimmung über unbefristete Streiks eingeleitet. Diese laufe noch, sagte Gewerkschaftssekretärin Schulze. In der kommenden Woche würden dann die Verhandlungen fortgesetzt, oder - bei entsprechendem Abstimmungsergebnis - ein Erzwingungsstreik beginnen.

kko/dpa-AFX
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