Sparprogramm Postbank will Mitarbeiter durch Automaten ersetzen

Die Postbank hat offenbar Sparpläne: Sie will die Zahl der Filialen einem Bericht zufolge senken und mehr Automaten einsetzen. Auch das kostenlose Girokonto könnte verschwinden.

Postbank-Zentrale (in Bonn)
DPA

Postbank-Zentrale (in Bonn)


Die Postbank will ihr Filialnetz verkleinern und Mitarbeiter durch Automaten ersetzen. "Wir wollen die Filialen stärker automatisieren", sagte Postbank-Chef Frank Strauß im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung". Zudem überlege die Postbank, "in Ballungszentren einige Filialen zusammenzulegen". In Zukunft werde es auch Filialen geben, in denen nur noch ein Mitarbeiter arbeite, weil ein neues Kassensystem das Vier-Augen-Prinzip unnötig mache.

Das Erlöspotenzial der Banken sei wegen der Negativzinsen gesunken. "Deshalb kommen wir nicht an der Diskussion um Preise vorbei", sagte Strauß der Zeitung. "Möglich, dass wir auch noch ein kostenloses Konto haben werden, das dann aber nur ganz bestimmte Dienstleistungen einschließt", ergänzte er.

Mit den Gebühren für Papierüberweisungen habe die Postbank gute Erfahrungen gemacht. "Die Kunden haben das akzeptiert, ein Teil schätzt die Dienstleistung und bezahlt das, die anderen aber nutzen einfach andere Überweisungsformen", sagte Strauß. Die Postbank kassiert seit dem vergangenen Jahr 99 Cent für Papierüberweisungen, bis dahin hatten diese nichts gekostet.

Wegen der anhaltenden Niedrigzinsen verdienen die Banken, Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken deutlich weniger. Viele erhöhen deshalb die Kosten für die Kontoführung oder andere Dienstleistungen.

Für 2016 macht sich die Deutsche Postbank nach früheren Angaben auf ein "moderat rückläufiges" Ergebnis vor Steuern gefasst. Die Postbank ist eine Tochter der Deutschen Bank, allerdings steht sie zum Verkauf. Die Deutsche Bank rechnet nach aktuellen Aussagen damit, dass ein Börsengang oder Verkauf erst im kommenden Jahr gelingen kann. Aktuell müsste die Bank beim Preis für die Bonner Tochter große Zugeständnisse machen.

nck/Reuters



insgesamt 85 Beiträge
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Seite 1
vassiliki2000 25.04.2016
1. Aldous Huxley ´s
wird Schritt für Schritt Realität und mir gruselt es vor der Herrschaft der Automaten die dann auch auf die Menschheit zukommen wird. Das Ganze im Namen der Effizienz. Doch eigentlich geht es nur um Gier und noch mehr Profite für Wenige.
Here Fido 25.04.2016
2. Privatisierung
Ja, ja der Staat ist kein guter Unternehmer. Die Leier kennen wir. Und was haben Kunden und Mitarbeiter von der Privatisierung? Eben.
Partieller Augentinnitus 25.04.2016
3.
"In Zukunft werde es auch Filialen geben, in denen nur noch ein Mitarbeiter arbeite, weil ein neues Kassensystem das Vier-Augen-Prinzip unnötig mache." Schlecker war mit dem Prinzip ja schon mächtig erfolgreich. Sollen die Mitarbeiter dann auch per Handy melden, falls ein pöser Bube so einen Laden überfällt? Oder übernimmt das dann auch das schlaue Kassensystem?
gerhard.oelmann 25.04.2016
4. Warum verlangt
die Postbank noch keine Filialenbesuchsgebühr? Schließlich darf man da angenehm in der Schlange stehen und ist außerdem im Trockenem. Das ist doch einen Obulus wert oder?
reverend.speaks 25.04.2016
5. Juhu
Wir schaffen Arbeitsplätze ab. Dann wird das Geld demnächst also uns überwiesen, ohne dass wir arbeiten – cool! Mal im Ernst: Wir reden Arbeitslosen eigene Schuld ein, während wir Arbeitsplätze vernichten?
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