Postdienstleister Briefmarkenfälscher machen Pin zu schaffen

Der Postdienstleister Pin Mail AG hat derzeit mit gefälschten Briefmarken zu kämpfen. Laut "Financial Times Deutschland" wurden besonders häufig Exemplare mit einem Froschmotiv kopiert. Kunden sollen die betroffenen Marken jetzt umtauschen können.

Briefbox des Postdienstleisters Pin: Gefälschte Briefmarken im Umlauf
ddp

Briefbox des Postdienstleisters Pin: Gefälschte Briefmarken im Umlauf


Düsseldorf - Beim privaten Postdienstleister Pin Mail AG ist eine Reihe gefälschter Briefmarken aufgetaucht. Besonders häufig seien Marken der zweiten Serie von Pin mit Tiermotiven gefälscht worden. Darunter insbesondere Marken mit der Abbildung eines Frosches, berichtet die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf Unternehmenskreise.

Das Unternehmen zieht aus dem Vorfall Konsequenzen: Dem Bericht zufolge hat Pin Anzeige erstattet. Zudem will das Unternehmen ab September nur noch Briefe mit Marken befördern, die nach dem 1. Juni ausgegeben wurden. Rund 12.000 Kunden seien darüber informiert worden, sagte eine Pin-Sprecherin am Freitag. Wenn sie den Kaufbeleg aufbewahrt haben, sollen sie die alten Briefmarken umtauschen können.

Aus Vorstandskreisen hieß es dem Zeitungsbericht zufolge, man sehe sich gezwungen, kurzfristig zu reagieren. Es sei von einem relevanten Schaden für das Unternehmen auszugehen. "Genauere Schätzungen liegen noch nicht vor", zitiert das Blatt. Eine "eine Flut von gefälschten Marken", wie die "Financial Times Deutschland" berichtet hatte, ging es jedoch nicht, so die Pin-Sprecherin.

Der private Postdienstleister Pin mit ursprünglich rund 11.350 Mitarbeitern hatte im Februar 2008 Insolvenz anmelden müssen. Die größte Tochterfirma, die Pin Mail AG, war im September vergangenen Jahres daraufhin zusammen mit elf anderen Pin-Gesellschaften von der Verlagsgruppe Holtzbrinck übernommen worden.

fro/AP

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