Preisschlacht Discounter greifen Drogerien an

Zahnpasta, Rasierschaum und Sonnenmilch zum Schnäppchenpreis: Aldi und andere Discounter haben die Preise für eine Reihe von Hygieneartikeln heruntergesetzt - und damit ihren scharfen Wettbewerb auf die Drogerien ausgeweitet.

Aldi-Einkaufswagen: Vorreiter bei den Rabattschlachten
ddp

Aldi-Einkaufswagen: Vorreiter bei den Rabattschlachten


Frankfurt am Main - Die Lebensmitteldiscounter setzen ihren Preiskrieg auch im Mai weiter fort - allerdings mit anderen Mitteln als bisher. Erstmals seit Beginn der Preisschlacht Anfang vergangenen Jahres machten die Billigsupermärkte nicht vorwiegend Nahrungsmittel günstiger, wie aus Mitteilungen der Unternehmen vom Donnerstag hervorgeht. Billiger wurden bei der fünften Preisrunde in diesem Jahr stattdessen vor allem Hygieneartikel.

Der Marktführer der Billigsupermarktketten, Aldi, und sein Wettbewerber Penny senkten unter anderem die Preise für Zahnpasta, Rasierschaum, Shampoo, Sonnenmilch, Damenbinden und Tampons. Auch Netto, Norma und die Supermarktkette Kaufland zogen bei der neuen Preisrunde mit. Neben den Pflegeprodukten senkten die Supermarktketten aber auch die Preise für einzelne Süßwaren und Obst aus der Konserve.

Unter den Discountern tobt seit vergangenem Jahr ein Preiskrieg: Monat für Monat senken sie die Preise, weil die Billigsupermärkte in der Wirtschaftskrise um Marktanteile kämpfen. Da die Beschaffungskosten für Lebensmittel in der Krise sanken, versuchen die Unternehmen, durch günstigere Preise für ihre Produkte neue Kunden zu gewinnen. In der Regel werden Preissenkungswellen vom Marktführer Aldi eingeläutet, der Rest der Branche zieht dann nach. Im vergangenen Jahr gab es insgesamt zwölf Preissenkungsrunden.

yes/AFP



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