Zu leiser Warnton Tesla ruft in den USA 578.000 Fahrzeuge zurück

Damit E-Autos nicht überhört werden, müssen sie in den USA beim Langsamfahren einen Ton von sich geben. In vielen Teslas sei dieser zu leise, befand die Verkehrsaufsicht. Es ist der zehnte Tesla-Rückruf in vier Monaten.
Das Tesla-Modell 3 ist auch vom Rückruf betroffen

Das Tesla-Modell 3 ist auch vom Rückruf betroffen

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David Zalubowski / AP

Der Elektroautobauer Tesla muss in den USA schon wieder in großem Stil Mängel beseitigen, die von der Verkehrsaufsicht beanstandet wurden. Dieses Mal muss Tesla bei rund 578.000 Fahrzeugen der Modelle S, X, Y und 3 in den USA die Software für Warngeräusche in Ordnung bringen.

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA teilte am Donnerstag mit, die akustische Warnung über einen externen Lautsprecher könne übertönt werden. Elektroautos müssen in den USA bei Fahrten bis zu 30 Kilometern pro Stunde Geschwindigkeit Fußgängern ein hörbares Warnsignal geben, da sie im Unterschied zu Verbrennerautos bei geringem Tempo geräuschlos fahren. Die individuell einstellbare »Boombox« erfülle die gesetzlichen Sicherheitsanforderungen nicht, erklärte die Behörde. Dem Unternehmen seien keine Unfälle im Zusammenhang mit der Funktion bekannt, hieß es von Tesla.

Das Unternehmen musste in den Vereinigten Staaten in den vergangenen vier Monaten zehn Rückrufe einleiten. Bei den meisten ging es um Software-Probleme, die teilweise über Updates aus der Ferne behoben werden können.

Vor einer Woche erst sicherte Tesla zu, Probleme beim Sicherheitsgurt-Alarm von 817.143 Autos in den USA zu beseitigen. Kurz zuvor hatte der Hersteller eingewilligt, bei knapp 54.000 Autos in den USA eine Funktion seiner Fahrassistenz-Software »Full Self-Driving« zu deaktivieren, durch die unter bestimmten Bedingungen Stoppschilder ohne vollen Stopp passiert werden konnten.

sol/dpa/Reuters
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