Fotostrecke

Prora: Von der Nazi-Urlaubsfabrik zum Spekulationsobjekt

Foto: Stefan Sauer/ dpa

Immobilienprojekt auf Rügen Prora-Investor meldet Insolvenz an

Luxuswohnungen mit Ostseeblick, in einer von Nazis errichteten Urlaubsfabrik - die Idee findet reißenden Absatz. Die Arbeiten stehen kurz vor dem Abschluss, doch nun ist einer der Prora-Investoren pleite.

Der Inhaber von Block 1 des riesigen Proraer Gebäudekomplexes bei Binz auf der Insel Rügen hat Insolvenz angemeldet. Der Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens der Wohnen in Prora Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG wurde durch das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg bekannt gegeben. Zunächst hatte die "Ostsee-Zeitung " darüber berichtet.

Geschäftsführerin Iris Hegerich war am Dienstag zunächst nicht zu erreichen. Ihre Firma wollte den etwa 450 Meter langen Gebäudeteil sanieren und 280 Eigentumswohnungen bauen. Dem Bericht der "Ostsee-Zeitung" zufolge sollen die Arbeiten bereits zu 90 Prozent abgeschlossen und fast alle der Wohnungen verkauft worden sein. Dennoch sei das Bankdarlehen für die Firma nicht verlängert worden. Wie es mit dem Projekt nun weitergehen soll, blieb ebenfalls zunächst unklar.

Fotostrecke

Prora: Von der Nazi-Urlaubsfabrik zum Spekulationsobjekt

Foto: Stefan Sauer/ dpa

In Prora bauten die Nationalsozialisten einen gigantischen, 4,5 Kilometer langen Häuserblock als "KdF-Seebad". Vier der fünf Blöcke sind in vergangen Jahren an Investoren verkauft worden. Für den letzten Block soll im Oktober die Entscheidung fallen, wer von zwei Bietern den Zuschlag erhält.

Lesen Sie zu diesem Thema: "Die Wanne ist voll" - Massentourismus an der Ostsee

mkl/dpa