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01. März 2011, 12:30 Uhr

ProSiebenSat.1

Springer dementiert Bericht über geplante Offerte

Das Dementi kam prompt: Die Axel Springer AG hat einen Bericht zurückgewiesen, demzufolge sie einen Einstieg bei der ProSiebenSat.1 Media AG plane. "Die Wahrscheinlichkeit war noch nie so gering wie heute", teilte der Medienkonzern mit.

Berlin - Axel Springer hat einen Zeitungsbericht zurückgewiesen, wonach er zum Großaktionär bei der Sendergruppe ProSiebenSat.1 Media aufsteigen will. "Wir haben keine Pläne, uns an der Sendergruppe zu beteiligen und führen auch keinerlei Gespräche", sagte ein Konzernsprecher am Dienstag. "Die Wahrscheinlichkeit, dass Axel Springer sich an ProSiebenSat.1 beteiligt, war noch nie so gering wie heute." Berichte über ein Interesse seien "reine Spekulation".

Die "Süddeutsche Zeitung" hatte unter Berufung auf Verhandlungskreise berichtet, der Axel-Springer-Konzern wolle einen größeren Teil der Aktien der Sendergruppe übernehmen und damit zum Großaktionär bei der AG aufsteigen. Geplant sei, dass sich der Berliner Verlag mit einem Anteil von etwa 25 Prozent bescheidet. Konkrete Details würden für die zweite Jahreshälfte erwartet.

Axel Springer hatte 2005 schon einmal die Fühler nach der ebenfalls im MDAX notierten Sendergruppe aus Unterföhring ausgestreckt. Die Übernahme scheiterte jedoch am Widerstand des Bundeskartellamts, der Medienaufsicht und der Politik.

Stattdessen kauften sich Anfang 2007 die Finanzinvestoren Permira und KKR mehrheitlich bei ProSiebenSat.1 ein. Beide wollen sich nun wieder aus dem Unternehmen zurückziehen und ziehen dafür als wahrscheinlichste Option einen Verkauf über die Börse in Betracht.

ssu/dapd

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