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Fotostrecke: Tränengas und Gummigeschosse

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Protest gegen Energiepolitik Brasiliens Krawalle bei Ölfeld-Auktion in Rio

Sie kritisieren den Ausverkauf Brasiliens: Vor der Versteigerung eines riesigen Ölfelds wollten Demonstranten in das abgeriegelte Auktionshotel in Rio de Janeiro eindringen. Das Militär setzte Gummigeschosse und Tränengas ein, mehrere Menschen wurden verletzt.

Rio de Janeiro - Mehr als tausend Polizisten und Soldaten marschierten vor dem Hotel in Barra da Tijuca westlich von Rio de Janeiro auf, um eine Ölfeld-Auktion vor den erwarteten Demonstranten zu schützen - kurz darauf eskalierte die Situation. Die Demonstranten wollten in die abgeriegelte Zone vorstoßen, die Polizei setzte Tränengas und Gummigeschosse ein - brasilianischen Medien zufolge wurden mehrere Menschen verletzt.

In dem Hotel sollen die Explorationsrechte für ein Offshore-Ölfeld vor der brasilianischen Küste versteigert werden. An den Protesten gegen die Versteigerung beteiligten sich Ölarbeiter, Studenten und Mitglieder linker Parteien, die in der Auktion einen "Ausverkauf" von Brasiliens Ölreserven an ausländische Staatsfirmen sehen. An der Auktion nehmen elf Firmen teil. Nur zwei - Shell und Total - sind privat, der Rest ist staatlich oder teilstaatlich. Das Ölfeld "Campo de Libra" liegt im Atlantik rund 180 Kilometer vor Rio. Dort werden in mehreren Kilometern Tiefe acht bis zwölf Milliarden Barrel Öl vermutet.

Die Ausschreibung gewinnt das Konsortium, das dem Staat den höchsten Anteil an Öl in Aussicht stellt. Bei voller Funktion wird die Produktionskapazität in Libra in etwa 15 Jahren auf bis zu 1,4 Millionen Barrel (ein Barrel sind 159 Liter) pro Tag geschätzt.

Der spanische Repsol-Konzern soll sich Medienberichten zufolge aus der Auktion zurückgezogen haben. Zu den Bietern gehören auch die staatlichen Konzerne CNOOC (China), Petronas (Malaysia) und ONGC (Indien). Die staatlich kontrollierte brasilianische Petrobras ist mit mindestens 30 Prozent als Betreiber und Partner gesetzt.

nck/dpa
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