Sicherheit in Textilfabriken Puma unterschreibt Bangladesch-Abkommen

Nun ist auch Puma mit dabei: Der fränkische Sportartikelhersteller ist dem internationalen Abkommen für mehr Sicherheit in den Textilfabriken Bangladeschs beigetreten. Der Initiative haben sich die meisten der internationalen Bekleidungskonzerne angeschlossen.
Näherinnen in vorbildlicher Fabrik in Bangladesch: Auch Puma verpflichtet sich

Näherinnen in vorbildlicher Fabrik in Bangladesch: Auch Puma verpflichtet sich

Foto: © Andrew Biraj / Reuters/ REUTERS

München - Puma hat sich zu mehr Sicherheit in den Textilfabriken Bangladeschs verpflichtet. Der Sportartikelhersteller hat angekündigt, das sogenannte Bangladesch-Abkommen zu unterschrieben, dem sich bereits große Teile der internationalen und der deutschen Textilindustrie angeschlossen haben.

Das Abkommen wird maßgeblich von der Nichtregierungsorganisation Clean Clothes Campaign (CCC) - zu deutsch: Kampagne für Saubere Kleidung - vorangetrieben und verfolgt einen Multistakeholder-Ansatz: Unter anderem örtliche und internationale Gewerkschaften, die internationalen Arbeitsorganisation (ILO) der Uno, die deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und die Textilunternehmen selbst arbeiten darin zusammen, um die Brandsicherheit in den Fabriken zu erhöhen.

Puma verpflichtet sich wie die anderen Teilnehmer mindestens für die kommenden fünf Jahre. Der Sportartikelhersteller teilte mit, seine sechs Zulieferfabriken in Bangladesch "zur Einhaltung der höchsten Sozialstandards und Arbeitsbedingungen" zu verpflichten und "Sicherheit und Gesundheit der Arbeitskräfte" zu gewährleisten. Die Lieferanten müssten künftig unabhängige Überprüfungen zulassen, deren Ergebnisse anschließend veröffentlicht werden sollen.

Vor allem der verheerende Einsturz eines Fabrikdachs in der Nähe der Hauptstadt Dhaka am 24. April hatte den Druck auf die Textilbranche erhöht, dem Abkommen beizutreten. Bei dem Unglück waren rund 1100 Menschen ums Leben gekommen, weitere 2500 wurden verletzt. Puma ließ aber in diesem Werk nach eigenen Angaben nicht produzieren.

Vor dem Einsturz hatten sich lediglich der deutsche Tchibo-Konzern und die US-Firma PVH verpflichtet - danach schlossen sich viele Unternehmen dem Vertrag an - darunter H&M, C&A, Aldi, Lidl, Kik, Otto, die Zara-Mutter Inditex, Metro, Ernsting's oder Esprit.

fdi/Reuters