Quartalsergebnis Bank of America verdient dreimal so viel wie erwartet

Die Finanzkrise ist auch für das größte Kreditinstitut der USA vorbei: Die Bank of America verdiente im ersten Quartal satte 3,2 Milliarden Dollar. Sie übertraf damit die Erwartungen der Analysten deutlich.

Filiale der Bank of America: Der Chef des Instituts ist wieder optimistisch
AP

Filiale der Bank of America: Der Chef des Instituts ist wieder optimistisch


New York - Erst zwei Verlustquartale, jetzt ein deutlich größeres Plus als gedacht. Die Bank of America hat im ersten Quartal einen Gewinn von 3,2 Milliarden Dollar eingefahren. Je Aktie wies der US-Branchenprimus am Freitag ein Plus von 28 Cent aus. Analysten hatten im Schnitt nur mit neun Cent gerechnet. Die Einnahmen des Instituts gingen um elf Prozent auf 32,3 Milliarden Dollar zurück, hier lagen die Markterwartungen ebenfalls deutlich tiefer bei 27,97 Milliarden Dollar.

Im Vorjahr hatte das Institut noch hohe Belastungen für die erhaltenen Staatshilfen tragen müssen. Die Bank of America Chart zeigen gehörte zu den Verlieren der Finanzkrise. Sie hat sich mit der spektakulären Milliardenübernahme der Investmentbank Merrill Lynch Anfang 2009 verhoben und musste vom Staat mit Milliarden gestützt werden. Die Staatshilfen hat die US-Bank inzwischen aber zurückgegeben.

Bankchef Brian Moynihan gab sich angesichts der jüngsten Zahlen optimistisch: 2010 zeige sich mit jedem Tag eine weitere Erholung der Kreditwirtschaft. "Unser Ergebnis zeigt, dass sich die Wirtschaft allmählich erholt." Ganz ausblenden können die Banken die Sorge vor faulen Krediten aber nicht. Im ersten Quartal legte das Institut vorsorglich noch einmal 9,8 Milliarden Dollar beiseite - das waren rund 3,6 Milliarden Dollar weniger als im Jahr zuvor.

Die Bank of America profitierte wie auch der US-Finanzkonzern JPMorgan Chase Chart zeigen von einem wiedererstarkten Investmentbanking. JPMorgan verbuchte im ersten Quartal einen Nettogewinn von 3,3 Milliarden Dollar. Das Stammgeschäft des Geldhauses, das Investmentbanking, glich dabei die anhaltend schwache Lage bei den Verbraucherkrediten aus.

böl/Reuters/dpa-AFX



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AndyH 23.01.2010
1.
Zitat von sysopWeniger Eigenhandel, eine Strafsteuer und - im Extremfall -Zerschlagung: US-Präsident Barack Obama will die Banken zügeln. Braucht die Finanzbranche wirklich mehr Regulierung?
Ja, braucht. Und ja, Obama wird auch damit scheitern.
Klaus.G 23.01.2010
2. Nix mit Regulierung
solange die Parteien am Tropf der Banken hängen und von deren Spenden abhängig sind wird sich nie was ändern. Alle außer der Linken werden gut dotiert und darum wird sich nix ändern denn dann würde man den Banken in die Quere kommen was ja niemand will.Auch Obama wird scheiten, zu groß die Macht der Banken und deren Verflechtung mit der Politk. Glückauf.
soziale qualität 23.01.2010
3. Ein bisschen regulieren wird nicht reichen
Um aus der Boom - Krise - Falle auszubrechen wird es klare Grenzen brauchen. Ganz wichtig wäre ein Verbot der Kickbacks und Boni. Die Banker haben sich mit diesen 'Tools' eine Schmiergeldlegalisierung herausgenommen die sich zum erfolgreichen Erpressungswerkzeug entwickelt hat. Es wird auch eine Steuer auf internationalen Finanztransaktionen brauchen und einen globalen Plan zur Austrocknung der Steueroasen. Weitere wichtige Grundlagen zum Thema: www.oekonomiefueralle.blogspot.com
Adran, 23.01.2010
4.
ist nur die Rückkehr zum *Glass-Steagall Act* klick (http://de.wikipedia.org/wiki/Glass-Steagall_Act) also nichts neues, sondern ehr sehr altes..bewertes..
Jordan Sokoł 23.01.2010
5. Die Zerschlagung droht so oder so!
Zitat von sysopWeniger Eigenhandel, eine Strafsteuer und - im Extremfall -Zerschlagung: US-Präsident Barack Obama will die Banken zügeln. Braucht die Finanzbranche wirklich mehr Regulierung?
Bezogen auf unsere bundesdeutschen Verhältnisse, muß den Bankmanagern und deren Unterstützern in der Politik klarge- macht werden, daß sie unter Umständen von einem entfessel- ten Volk (z)erschlagen werden, wenn sie sich nicht endlich vernünftigen Beschränkungen und strafbewährten Regeln unterwerfen. Unsere Bundeskanzlerin kann sich bezüglich ihrer unver- zeihlichen Zurückhaltung gegenwärtig nur auf ein einziges Argument berufen: "Ich/wir halten uns zurück, bis die Verursacher der Finanzkrise (USA, GB) regelnd in die Finanzmärkte eingreifen." Frau Merkel, die USA, England und Frankreich sind im Gegen- satz zu Ihnen sichtlich bemühter, um dem ausufernden Ge- schäftsgebaren der Finanzmanager die notwendigen Stop- zeichen vor die Nasen zu setzen. - Nun lassen Sie mal den Koch mit seinen bewußt nicht publizierten bankspezifischen Regionalinteressen rechts liegen und besinnen sich auf das Wohl des Volkes in seiner Gesamtheit! Jordan Sokoł
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