SPIEGEL ONLINE

SPIEGEL ONLINE

30. Januar 2014, 23:47 Uhr

Quartalszahlen

Amazon und Google legen kräftig zu

Es läuft gut für die US-Webgiganten: Nach Facebook legen nun auch Google und Amazon kräftige Wachstumsraten für das vierte Quartal 2013 vor. Die Aktien des Internetversandhändlers gaben dennoch nach.

Mountain View/Seattle - 17 Prozent mehr Umsatz für Google, 20 Prozent für Amazon: Der Internetkonzern und der Online-Händler konnten bei der Vorstellung ihrer Zahlen für das Schlussquartal ein sattes Plus vorweisen.

Google hat trotz höherer Verluste bei seiner Handy-Tochter Motorola und kräftiger Preisabschläge bei der Online-Werbung seinen Umsatz unerwartet deutlich gesteigert. Der Umsatz stieg auf knapp 16,9 Milliarden Dollar, Analysten hatten im Durchschnitt mit rund 110 Millionen Dollar weniger gerechnet.

Dank seines florierenden Werbegeschäfts verdiente das Unternehmen aus dem Silicon Valley unterm Strich 3,4 Milliarden Dollar (2,5 Milliarden Euro). Das ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fast ein Fünftel mehr, teilte Google am Donnerstag am Sitz in Mountain View mit.

Die Handytochter Motorola blieb währenddessen ein Verlustbringer. Sie büßte operativ 384 Millionen Dollar und damit mehr als doppelt so viel wie noch vor einem Jahr ein. Google hatte Motorola erst vor zwei Jahren übernommen und verkauft die Sparte nun an den chinesischen PC-Hersteller Lenovo weiter.

Amazon bleibt hinter Erwartungen zurück

Amazon hatte im operativen Geschäft einen Zuwachs von 26 Prozent zu vermelden und strich einen Gewinn von 510 Millionen Dollar ein. Allerdings blieb der erfolgsverwöhnte Online-Händler damit hinter den Erwartungen zurück: Der US-Konzern konnte zwar auf dem hart umkämpften Heimatmarkt kräftig zulegen und seinen Umsatz insgesamt um ein Fünftel auf 25,6 Milliarden Dollar (18,9 Milliarden Euro) steigern. Analysten hatten allerdings mit knapp 500 Millionen Dollar mehr gerechnet.

Zudem machte Anlegern der Ausblick zu schaffen. Amazon kündigte ohne weitere Begründung an, das laufende Quartal werde untem Strich irgendwo zwischen einem Gewinn von 200 Millionen Dollar oder einem Verlust in gleicher Höhe abgeschlossen.

Das ist bei Amazon eigentlich nichts Besonderes, weil der Konzern in der Vergangenheit immer Investitionen in vielversprechende neue Geschäftsfelder wichtiger fand als das Bestreben, rote Zahlen unbedingt zu vermeiden. Doch hätten sich die Erwartungen der Anleger in diesem Punkt inzwischen möglicherweise geändert, sagte Analyst Colin Gillis von BGC Financial: Die Amazon-Aktien sackten nachbörslich um zehn Prozent ab.

sun/dpa/Reuters

URL:

Verwandte Artikel:

Mehr im Internet


© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung