Quartalszahlen von US-Autokonzernen Tesla mit hohen Verlusten - auch Ford schwächelt

Es läuft nicht rund für die amerikanischen Autohersteller: Tesla verringert sein Millionenminus schwächer als erwartet, bei Ford drücken Kosten für den Konzernumbau das Ergebnis.

Elektroautokonzern Tesla: Weiterhin tief im roten Bereich
Lucas Jackson/REUTERS

Elektroautokonzern Tesla: Weiterhin tief im roten Bereich


Mit schwachen Quartalszahlen haben die US-Konzerne Ford und Tesla die Anleger enttäuscht. Beim Elektroauto-Hersteller Tesla brachen die Aktienkurse nachbörslich um rund elf Prozent ein.

Tesla hatte den Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit 6,35 Milliarden Dollar zwar um fast 60 Prozent erhöht. Den Verlust fuhr das Unternehmen jedoch von 717,5 Millionen nur auf 408,3 Millionen Dollar zurück - und blieb damit hinter den Erwartungen zurück.

Das Auslieferungsziel von 360.000 bis 400.000 Fahrzeugen im Gesamtjahr 2019 bestätigte das Unternehmen. "Wir arbeiten daran, unsere Auslieferungen zu erhöhen", hieß es in einem Brief an die Aktionäre. Vorstandschef Elon Musk hatte für das laufende Quartal bereits Rekordauslieferungen versprochen.

Gewinn bei Ford bricht ein

Bei Ford schmälern Kosten für den Konzernumbau das Ergebnis. Verglichen mit dem Vorjahreswert sank der Überschuss von 1,1 Milliarden auf 148 Millionen Dollar, wie Ford am Mittwoch mitteilte. Grund seien Belastungen in Höhe von 1,2 Milliarden Dollar. Sie fallen vor allem wegen der Neuaufstellung der Geschäfte in Europa und Südamerika an.

Das Europageschäft des Traditionsherstellers wuchs jedoch überraschend. Es war das erste Mal seit zwei Jahren, dass Ford die Profitabilität hier verbessern konnte. Der Konzern tut sich in Europa schon lange schwer und will 12.000 Arbeitsplätze streichen, davon 5400 in Deutschland.

Ford will künftig bei Elektrofahrzeugen und Roboterautos intensiv mit VW zusammenarbeiten. Volkswagen wird sich an Fords Tochter Argo AI für selbstfahrende Autos beteiligen. Die Amerikaner wollen im Gegenzug Hunderttausende Fahrzeuge für den europäischen Markt auf der E-Auto-Plattform MEB von VW fertigen.

fek/dpa/Reuters



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