Quotendiskussion FDP-Frauen kritisieren Ackermann als Chauvi

Der Deutsche-Bank-Chef hat Ärger mit der FDP. Die ist zwar genauso wie er gegen eine gesetzliche Frauenquote. Doch Ackermanns Begründung für die Vorzüge weiblicher Führungskräfte sehen prominente FDP-Politikerinnen als "peinlichen Fauxpas".

Josef Ackermann: Der Deutsche-Bank-Chef ist gegen eine gesetzliche Frauenquote
DPA

Josef Ackermann: Der Deutsche-Bank-Chef ist gegen eine gesetzliche Frauenquote


Düsseldorf - Sein Victory-Zeichen im Mannesmann-Prozess hat Josef Ackermann jahrelang verfolgt. Seitdem bemüht sich der Vorstandschef der Deutschen Bank zwar besonders um seriöses Auftreteten. Doch bei der Vorlage der Jahresbilanz am Donnerstag sagte er einen Satz, über den sich nun FDP-Politikerinnen empören.

Ebenso wie weite Teile der FDP sprach sich Ackermann gegen eine gesetzliche Frauenquote in Unternehmen aus, über die derzeit heftig diskutiert wird. Der Top-Manager äußerte aber die Hoffnung, dass auch die Führung der Deutschen Bank bald weiblicher werde - "und dass das dann auch farbiger sein wird - und auch schöner".

"Wenn Herr Ackermann mehr Farbe im Vorstand will, soll er sich Bilder an die Wand hängen", kritisierte die FDP-Europaabgeordnete Silvana Koch-Mehrin laut dem "Handelsblatt". "Frauen in Führungspositionen verstehen sich nicht als Dekorationsobjekt, das gilt mit Sicherheit auch für die Managerinnen in der Deutschen Bank."

Auch die Hamburger FDP-Spitzenkandidatin Katja Suding übte scharfe Kritik an Ackermann. "Frauen im Berufsleben als bunte Dekoration zu betrachten, ist ein peinlicher Fauxpas", sagte sie der Zeitung. "Viele Frauen haben sich mit Leistung durchsetzen können."

Die FDP ist in der Frage einer Quote gespalten. Zwar haben sich führende Liberale wie Wirtschaftsminister Rainer Brüderle klar dagegen ausgesprochen. Koch-Mehrin appellierte jedoch an ihre Parteifreunde, die strikte Ablehnung zu überdenken und über Alternativen zu einer gesetzlichen Vorgabe nachzudenken.

Ein Sprecher der Deutschen Bank wies darauf hin, dass Ackermann hat in dem genannten Zusammenhang gesagt habe: '"Wir haben bei der Deutschen Bank Frauen, die eine Quote nicht nötig haben". Damit habe Ackermann klar zum Ausdruck gebracht, "dass er auf einen leistungsbezogenen Aufstieg von Frauen in Führungspositionen setzt."

dab

insgesamt 20 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
albert schulz 04.02.2011
1. Frauen haben was
Ackermann hat natürlich recht. Die Wirtschaft ist der einzige Raum, wo Mann noch was zu sagen hat. Wichtig darf er sich dort auch vorkommen. Ganz im Gegensatz zu seinem trauten Heim. Man sollte den den Männern doch bitte ihr Territorium lassen. Sonst sind sie am Ende zu gar nichts mehr nutze.
sophica 04.02.2011
2. Dominanz der Wirtschaft
Zitat von albert schulzAckermann hat natürlich recht. Die Wirtschaft ist der einzige Raum, wo Mann noch was zu sagen hat. Wichtig darf er sich dort auch vorkommen. Ganz im Gegensatz zu seinem trauten Heim. Man sollte den den Männern doch bitte ihr Territorium lassen. Sonst sind sie am Ende zu gar nichts mehr nutze.
Wie toll! Und die Wirtschaft dominiert alle anderen Bereiche unserer Gesellschaft - das pfeifen inzwischen doch die Spatzen von den Dächern!
unterländer 04.02.2011
3. Titeldum, titeldei
Zitat von sysopDer Deutsche-Bank-Chef hat Ärger mit der FDP. Die*ist zwar*genauso wie*Ackermann gegen eine gesetzliche Frauenquote. Doch Ackermanns Begründung für die Vorzüge*weiblicher Führungskräfte*sehen prominente*FDP-Politikerinnen*als "peinlichen Fauxpas". http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,743680,00.html
Wenn man die FDP-Frauen mit den Frauen im Spon-Forum und deren Aussagen vergleicht, kommt man nicht umhin, dass Koch-Mehrin und Co. sich vergeblich für mehr Seriosität einsetzen. Genau die Worte von Herrn Ackermann hört man bzw. liest man hier im Forum häufig von Frauen.
albert schulz 04.02.2011
4. Erynien allesamt, gnadenlos
Zitat von sophicaWie toll! Und die Wirtschaft dominiert alle anderen Bereiche unserer Gesellschaft - das pfeifen inzwischen doch die Spatzen von den Dächern!
Das war schon immer so. Die Amerikaner haben nicht umsonst die deutschen Wirtschaftsgrößen nach dem Krieg eingekastelt. Die hatten gewaltig Dreck am Stecken und kamen daher schnell wieder frei. Politk und Wirtschaft sind eine Sache. Egal ob ein Bahnhof unter die Erde kommt, Frau Merkel Schnellzüge von Siemens verkauft, oder eben unsere Waffen. Oder ob da irgendwo Millionen niedergemetzelt werden. Ansonsten herrschen die Frauen, egal ob in der Erziehung oder tagsüber. Sie bestimmen welches Haus gekauft wird, wohin es in den Urlaub geht, wann die Schwiegereltern dran sind, und so einiges mehr, was man nicht erörtern kann, weil es keinen echten Ausweg gibt. Frau dominiert also das tägliche Leben bis zum Erbrechen. Das war auch schon immer so, und bei den Mohammedanern und Hindus wird es so viel anders nicht sein. Mann hat zu arbeiten, Geld heranzuschaffen. Und das ist leider seine einzige Funktion. Nach dem Berufsleben stirbt er eben. Im Moment usurpieren Frauen den öffentlichen Bereich vollständig. Und das ist ungehörig. Laßt doch Männer schwätzen. Gönnt es ihnen einfach. Es ist ihre letzte Zuflucht. Die können stundenweise belangloses Zeug labern, um nicht nach Hause zu müssen (s.o.).
joey55 04.02.2011
5. Total
Zitat von sophicaWie toll! Und die Wirtschaft dominiert alle anderen Bereiche unserer Gesellschaft - das pfeifen inzwischen doch die Spatzen von den Dächern!
doof! Die dominiert auch mein Leben! Ich muss doch glatt in der Wirtschaft arbeiten gehen, damit ich leben kann!
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.