SB-Warenhauskette Real schließt weitere Filialen

Der russische Finanzinvestor SCP zerschlägt die SB-Warenhandelskette Real. Nun stehen sieben weitere Filialen auf einer Liste von »Standortabgaben«. Zwei Märkte sollen endgültig schließen.
Die Zerschlagung geht weiter: Sieben weitere Filialen schließt Real in den kommenden Monaten

Die Zerschlagung geht weiter: Sieben weitere Filialen schließt Real in den kommenden Monaten

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Oliver Berg / dpa

Die SB-Warenhauskette Real will in den kommenden Monaten sieben weitere Filialen schließen. Die Märkte in Blankenburg und Neuss (Breslauer Straße) sollen komplett dicht gemacht werden, kündigte ein Unternehmenssprecher an.

Bei fünf weiteren Märkten im baden-württembergischen Brühl, in Dortmund-Aplerbeck, in Menden, in Norden und in Witten seien langwierige Umbauarbeiten geplant, bevor sie an andere Händler übergeben würden. Das geht auch aus einer Liste für »Standortabgaben«  auf der Website der Kette hervor. Auch hier müsse deshalb dem Personal gekündigt werden. Zuvor hatte die »Lebensmittel Zeitung« darüber berichtet.

Auch die Real-Filialen in Schwedt an der Oder und Mutterstadt in der Pfalz sollen Ende Januar für größere Umbauarbeiten geschlossen werden. Doch seien die Schließungspläne hier intern schon länger bekannt gewesen, sagte der Sprecher.

Zerschlagung durch SCP

Es ist nicht das erste Mal, dass es nach der Übernahme von Real durch den russischen Finanzinvestor SCP zu Filialschließungen kommt. SCP hatte die angeschlagene Kette im Jahr 2020 von der Metro erworben, um sie zu zerschlagen und weiterzuverkaufen. Von den rund 270 Märkten wurden mittlerweile mehr als 40 geschlossen oder stehen auf der Schließungsliste. Kaufland, Edeka und Globus haben sich bereits eine große Zahl von Filialen gesichert, doch die Zukunft etlicher Standorte ist noch unklar.

Für drei Filialen in Espelkamp, Monschau und Wetzlar, die bereits auf der Schließungsliste standen, gibt es inzwischen offenbar wieder Hoffnung. Denn sie sind auf der aktuellen Liste nicht mehr enthalten. Hier hätten sich doch noch Interessenten gefunden, mit denen aktuell verhandelt werde, sagte der Unternehmenssprecher.

hba/dpa
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