Rekordbestellung aus Asien Boeing sichert sich Milliardenauftrag

Der US-Flugzeughersteller Boeing hat den größten zivilen Auftrag seiner Geschichte abgeschlossen. Die indonesische Fluggesellschaft Lion Air bestellt 230 Boeing-Maschinen im Wert von rund 17 Milliarden Euro und erwirbt Kaufoptionen für weitere 150 Flugzeuge.

Boeing 737 Max von Lion Air: Größter Auftrag der Firmengeschichte

Boeing 737 Max von Lion Air: Größter Auftrag der Firmengeschichte


New York - Die Glückssträhne des Flugzeugherstellers Boeing reißt nicht ab. Nach einem Großauftrag im Dezember hat der US-Konzern jetzt mit der indonesischen Fluggesellschaft Lion Air die größte Bestellung seiner Geschichte festgezurrt. Der Billigflieger unterzeichnete den Kaufvertrag für 230 Flugzeuge mit einem Wert von rund 17 Milliarden Euro - allerdings erhalten die Käufer bei großen Bestellungen in der Regel einen deutlichen Rabatt.

Boeing und Lion Air hatten schon während der Asien-Reise von US-Präsident Barack Obama im November einen Vorvertrag unterzeichnet. Der europäische Boeing-Konkurrent Airbus wirft den USA vor, das Geschäft mit massivem politischem Druck erreicht zu haben. In Asien wächst das Flugaufkommen rasant, Boeing Chart zeigen und Airbus wetteifern in der Region um Großaufträge der Fluglinien.

Airbus-Chef Tom Enders rechnet damit, dass die Fluggesellschaften weltweit bis zum Jahr 2030 neue Flugzeuge im Wert von 2,7 Billionen Euro benötigen werden - ein Drittel der Nachfrage werde aus Asien kommen, sagte Enders auf einer Luftfahrtausstellung in Singapur. In den kommenden 20 Jahren brauche die Luftfahrtindustrie fast 28.000 neue Flugzeuge. Auch Boeing erwartet, dass die Nachfrage im Asien-Pazifik-Raum in den kommenden 20 Jahren stärker wachsen wird als in jedem anderen Teil der Welt.

Boeing hatte in den vergangenen Wochen bei Neubestellungen die Nase vorn: Erst im Dezember hatte Boeing von der US-Fluggesellschaft Southwest Airlines einen Auftrag für 208 Flugzeuge vom Typ 737 erhalten, der bis zum Geschäftsabschluss mit Lion Air als umfangreichster Auftrag galt. Die indonesische Fluglinie bestellte 201 Maschinen der neuen Boeing 737 Max mit spritsparenden Triebwerken und 29 Exemplare der größten Version 737-900. Die ersten Maschinen dieses Typs sollen 2017 ausgeliefert werden.

Als der Auftrag von Lion Air im November bekanntgegeben wurde, war man nicht davon ausgegangen, dass er so schnell fest vereinbart werden würde. Sowohl vom Wert her als auch von der Anzahl der Flugzeuge sei diese Bestellung ein Rekord, teilte Boeing mit. Southwest Airlines wird als erster Kunde den 737 Max erhalten, der noch in der Testphase ist.

nck/DAPD/Reuters



insgesamt 9 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
ottohuebner 15.02.2012
1. ich frage mich nur ........
ich frage mich nur wie lion-air das finanzieren will. wahrscheinlich haben die amis besser geschmiert.
Altesocke 15.02.2012
2.
Zitat von ottohuebnerich frage mich nur wie lion-air das finanzieren will. wahrscheinlich haben die amis besser geschmiert.
Koennten sie sich vorstellen, das es hierfuer einen Kredit gibt, abgesichert von der US-Regierung? Ich schon, funktioniert ja auch bei uns nicht anders! Viel Glueck damit! Und mit den vielen westlichen Piloten, die auf Grund der Altersbestimmungen im Westen nicht mehr fliegen duerfen!
beebo1 15.02.2012
3. Amis schmieren nicht
Zitat von ottohuebnerich frage mich nur wie lion-air das finanzieren will. wahrscheinlich haben die amis besser geschmiert.
Schmiergelder zu zahlen ist für Firmen, die in den USA einen Sitz haben zu gefährlich. Wenn das aufliegt, drohen teure Klagen. Den Mrd Auftrag hat Obama gesichert. Die große Frage ist, ob genügend Bedarf für so viele Flieger gibt. Vor 2007 war der Bedarf an Schiffen auch unendlich, heute bereuen alle ihre Bestellungen.
ottohuebner 15.02.2012
4. als in asien lebender ...........
Zitat von beebo1Schmiergelder zu zahlen ist für Firmen, die in den USA einen Sitz haben zu gefährlich. Wenn das aufliegt, drohen teure Klagen. Den Mrd Auftrag hat Obama gesichert. Die große Frage ist, ob genügend Bedarf für so viele Flieger gibt. Vor 2007 war der Bedarf an Schiffen auch unendlich, heute bereuen alle ihre Bestellungen.
als in asien lebender kann ich sagen das die ami's genau so schmieren wie die anderen auch. und als kenner indonesiens muss ich sagen das da wohl ein wenig am bedarf vorbei disponiert wurde.
mitbestimmender wähler 15.02.2012
5. Sehen sie die Märkte um diesen Staat?
Zitat von ottohuebnerals in asien lebender kann ich sagen das die ami's genau so schmieren wie die anderen auch. und als kenner indonesiens muss ich sagen das da wohl ein wenig am bedarf vorbei disponiert wurde.
Weshalb am Bedarf vorbei? Das kann ein Dickes Geschäft werden wenn Die den Überschuss an chinesischen oder indischen Airlines verleasen. Gut möglich das Die auf 2 Standbeinen aufbauen. Einer Airline und einer Leasing Gesellschaft.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.