Rekordgewinne US-Banken verdienen so viel wie nie zuvor

Neuer Rekord in Amerikas Bankensektor: Die Finanzinstitute in den USA haben im Jahr 2013 gigantische Gewinne erzielt. Im vierten Quartal stehen vor allem bei vier Geldhäusern besonders gute Vermögenswerte in den Bilanzen.
Gebäude der US-Bank JPMorgan in London (Archivbild): Hohe Vermögenswerte

Gebäude der US-Bank JPMorgan in London (Archivbild): Hohe Vermögenswerte

Foto: NEIL HALL/ Reuters

Washington - Aktuelle Zahlen der US-Banken zeigen, wie gut ihre Geschäfte laufen. Amerikas Geldhäuser haben im vergangenen Jahr rund 154,7 Milliarden Dollar verdient, teilte die US-Einlagensicherung FDIC (Federal Deposit Insurance Corporation) mit.

Dies sei ein Plus von 13,6 Milliarden Dollar beziehungsweise 9,6 Prozent im Vergleich zu 2012, heißt es in der Mitteilung . Allein im vierten Quartal betrage der Anstieg sogar rund 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Der Grund dafür liege vor allem darin, dass die Institute ihre Rückstellungen für Kreditausfälle um 8,1 Milliarden Dollar reduziert hätten. Auch für anstehende Rechtstreitigkeiten hätten die Häuser weniger zurückgelegt.

An der Spitze der am besten verdienenden US-Banken stehen im vierten Quartal 2013 jene, deren Vermögenswerte mehr als zehn Milliarden Dollar betragen. Dazu zählen die Bank of America  , die Citigroup  , JPMorgan Chase   sowie Wells Fargo  . Die meisten dieser Häuser haben sich in den Jahren seit der Finanzkrise nur aufgrund der staatlichen Rettungsaktionen und der niedrigen Zinsen erholt.

Dem FDIC-Chef Martin Gruenberg zufolge belegen die Zahlen, dass auch der amerikanische Bankensektor allgemein sich weiter von den Folgen der Finanzkrise erhole. Die Zahl der Geldhäuser auf der "Problemliste" der US-Institution sank vom dritten zum vierten Quartal 2013 von 515 auf 467. Die Banken stünden aber weiterhin vor Herausforderungen, sagte Gruenberg. Dazu zählten etwa die schmalen Profite sowie ein Rückgang in der Refinanzierung von Hypothekendarlehen.

bos/Reuters/AP
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