Geldpolitik Rendite einer Bundesanleihe dreht ins Plus

Erstmals seit eineinhalb Monaten liegen die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen wieder im positiven Bereich. Investoren halten eine weitere Lockerung der Geldpolitik für unwahrscheinlich.
Euroscheine

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Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen ist am Freitag erstmals seit eineinhalb Monaten wieder in den positiven Bereich geklettert. Sie stieg am Nachmittag bis auf 0,009 Prozent. Damit liegt die Rendite erstmals seit dem 22. Juli wieder über der Nulllinie.

Schon am Donnerstag waren die Renditen der Bundesanleihen deutlich gestiegen, nachdem sich die Europäische Zentralbank gegen eine weitere geldpolitische Lockerung entschieden hatte. Am Freitag hatten sich zudem mehrere US-Notenbanker zu Wort gemeldet, deren Äußerungen als Hinweis darauf gedeutet wurden, die Notenbank könne den Leitzins früher anheben als bislang gedacht. Dies gab auch hierzulande den Renditen Auftrieb.

Der Renditesprung verdeutlicht, dass Investoren eine weitere Lockerung der Geldpolitik als unwahrscheinlicher einschätzen. In den vergangenen Monaten hatten Anleger negative Renditen nur deswegen akzeptiert, weil sie annahmen, dass es noch weitere Kurssteigerungen geben würde - und sie die Papiere dann mit Gewinn verkaufen könnten.

msc/dpa-AFX
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