Ex-Telekom-Chef René Obermann geht unter die Finanzinvestoren

"Näher am Maschinenraum" wolle er künftig arbeiten, sagte René Obermann bei seinem Abschied als Telekom-Chef. Davon ist bisher nicht viel zu sehen, der Manager wechselt nun in die Führungsriege eines US-Finanzinvestors.
René Obermann (Archiv): Wird Manager bei einem US-Finanzinvestor

René Obermann (Archiv): Wird Manager bei einem US-Finanzinvestor

Foto: Oliver Berg/ dpa

Frankfurt am Main - Der frühere Chef der Deutschen Telekom, René Obermann, heuert beim US-Finanzinvestor Warburg Pincus an. Der 51-Jährige sei zum Managing Director und Partner berufen worden, teilte Warburg Pincus mit. Obermann werde vom Londoner Büro aus arbeiten und sich auf das Aufspüren von Investitionsmöglichkeiten in der Telekommunikations-, Medien- und Technologiebranche weltweit konzentrieren.

Darüber hinaus soll der prominente Neuzugang Warburg Pincus in Deutschland vertreten. Hierzulande ist das Beteiligungsunternehmen seit mehr als 15 Jahren aktiv.

Zuletzt war Obermann Vorstandschef des niederländischen Kabelunternehmen Ziggo, das aber von dem US-Unternehmen Liberty International geschluckt wurde. Für sein kurzes Gastspiel bei Ziggo soll Obermann einem Bericht zufolge 3,95 Millionen Euro plus Aktienoptionen erhalten haben - zusätzlich zu seinem Festgehalt von 750.000 Euro.

Der Manager sitzt zudem in einigen Aufsichtsräten, unter anderem bei E.on und dem Musik-Streaming-Anbieter Spotify.

Von 2006 bis 2013 stand Obermann an der Spitze der Deutschen Telekom. Er kündigte nach seinem Ausscheiden aus dem Bonner Unternehmen an, künftig "näher am Maschinenraum" von Unternehmen arbeiten zu wollen - also mehr Zeit für Technik und Produkte zu haben.

jbe/Reuters/dpa