Ex-Telekom-Chef René Obermann soll offenbar Oberaufseher bei Airbus werden

Mit Tom Enders' Weggang wird ein Platz für einen Deutschen an der deutsch-französischen Spitze von Airbus frei. Laut "Handelsblatt" gilt René Obermann als Favorit für den Chefaufseherposten.
Ex-Telekom-Chef René Obermann (Archivbild)

Ex-Telekom-Chef René Obermann (Archivbild)

Foto: Oliver Berg/ picture alliance / dpa

Der frühere Telekom-Chef René Obermann wird als Favorit für das Amt des Verwaltungsratsvorsitzenden bei Airbus gehandelt. Das berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf Berliner Regierungs- und Diplomatenkreise.

Allerdings gibt es demnach noch keinen formalen Beschluss über die Besetzung des Postens. Die größten Aktionäre beim Luft- und Raumfahrtkonzern sind Deutschland und Frankreich mit jeweils 11,1 Prozent.

Noch amtiert der Franzose Denis Ranque als Oberaufseher. Doch zwischen den Regierungen in Berlin und Paris ist fest vereinbart, dass jeweils beide Nationen bei der Besetzung der beiden Spitzenämter - dem Vorsitz des Vorstandes und des Verwaltungsrats - zum Zuge kommen.

Da der derzeit amtierende deutsche Vorstandschef Tom Enders im Frühjahr 2019 seinen Posten wahrscheinlich für einen Franzosen räumt, ist der Weg für Obermann an die Spitze des Kontrollgremiums frei. Airbus und Obermann wollten sich zu dem Thema nicht äußern.

Obermann, der derzeit als Finanzmanager bei Warburg Pincus arbeitet, gilt sowohl in Paris wie auch in Berlin als Idealbesetzung. Als Ex-Telekom-Chef besitzt er große Erfahrung bei der Führung eines Konzerns mit Staatseinfluss. Darüber hinaus genießt Obermann in Frankreich einen blendenden Ruf, seit ihm vor Jahren der Orden der Ehrenlegion verliehen wurde.

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