Rheinmetall und Rohde & Schwarz Bündnis für Milliarden-Bundeswehrauftrag

Rheinmetall schließt im Rennen um einen milliardenschweren Auftrag der Bundeswehr ein Bündnis mit dem Elektronikkonzern Rohde & Schwarz. Gemeinsam wollen die Konzerne die mobile Kommunikation der Streitkräfte voranbringen.
Rheinmetall in Düsseldorf

Rheinmetall in Düsseldorf

Foto: Roland Weihrauch/ dpa

Die Rüstungsfirma Rheinmetall schließt sich mit dem Elektronikkonzern Rohde & Schwarz zusammen. Als Gemeinschaftsunternehmen wollen sich die beiden Konzerne um zwei Großaufträge der Bundeswehr bewerben, teilte Rheinmetall mit. Der Auftragswert dürfte dem MDax  -Konzern zufolge im mittleren einstelligen Milliarden-Euro-Bereich liegen.

Die Bundeswehr will für das Heer ihre Funksysteme erneuern, Tausende Bundeswehrfahrzeuge stünden vor der Umrüstung, hieß es in der Mitteilung von Rheinmetall . Die beiden Unternehmen seien die Partnerschaft eingegangen, um "künftig eine führende Rolle bei der Digitalisierung der Landstreitkräfte zu übernehmen", hieß es weiter.

Rheinmetall hält die Mehrheit an dem Gemeinschaftsunternehmen, ein Anteil von 25,1 Prozent liegt bei Rohde & Schwarz. Weitere wichtige industrielle Partner könnten zudem in das Projekt einbezogen werden.

Die Aktien von Rheinmetall   profitieren seit einiger Zeit vom gut laufenden Rüstungsgeschäft des Unternehmens und der Aussicht auf steigende Rüstungsausgaben vieler Länder. Die Papiere näherten sich am Freitag weiter ihrem Rekordhoch aus dem Jahr 2007: Sie stiegen am Vormittag bis auf 76,44 Euro. Bis zu ihrer bisherigen Bestmarke von 76,89 Euro fehlte damit nur etwas mehr als ein halbes Prozent.

Zuletzt notierten sie an der Spitze des MDax mit 4,15 Prozent im Plus bei 76,08 Euro. Seit dem Zwischentief im vergangenen Juni haben die Papiere nun fast 59 Prozent an Wert gewonnen.

kry/Reuters/dpa
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