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11. Juli 2019, 16:13 Uhr

"Energie in andere Länder stecken"

Virgin-Gründer Branson warnt vor No-Deal-Brexit

Der Milliardär Richard Branson war gegen den Brexit. Nun warnt er vor einem Ausscheiden aus der EU ohne Abkommen: Sein Virgin-Konzern werde dann mehr im Ausland investieren "und viel weniger in Großbritannien".

Der britische Multimilliardär Richard Branson - Gründer der Virgin-Group - hat nie einen Hehl daraus gemacht, was er vom Brexit-Votum seiner Landsleute hält. "Die Leute haben sich selbst ins Knie geschossen", hat er einmal gesagt.

Nun richtet Branson allerdings auch eine Warnung an die Regierung in London: Sollten sich Großbritannien und die EU nicht rechtzeitig auf ein Anschlussabkommen für die Zeit nach dem Austritt aus der Union einigen - das sogenannte No-Deal-Szenario - werde sein Konzern Konsequenzen ziehen müssen, die Großbritannien schmerzen. "Es wird offensichtlich dazu führen, dass wir viel weniger Geld in Großbritannien ausgeben und stattdessen all unsere Energien in andere Länder stecken würden", sagte Branson der BBC.

Als Begründung verwies er auf die Abwertung des Pfunds: Vor dem Brexit habe ein Pfund 1,53 Dollar gekostet - inzwischen seien es nur noch 1,25 Dollar. Virgin habe damit zu kämpfen, weil es seine Lieferanten in Dollar bezahlen müsse - und im Falle eines No-Deal-Brexits eine weitere Abwertung des Pfunds zu erwarten sei.

Derzeit gibt es keine Bewegung in den Brexit-Verhandlungen zwischen EU und britischer Regierung - weil die konservative Partei erst die Nachfolge der scheidenden Premierministerin Theresa May klären will.

beb/AP

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