"Energie in andere Länder stecken" Virgin-Gründer Branson warnt vor No-Deal-Brexit

Der Milliardär Richard Branson war gegen den Brexit. Nun warnt er vor einem Ausscheiden aus der EU ohne Abkommen: Sein Virgin-Konzern werde dann mehr im Ausland investieren "und viel weniger in Großbritannien".

Richard Branson, Gründer der Virgin-Group
REUTERS

Richard Branson, Gründer der Virgin-Group


Der britische Multimilliardär Richard Branson - Gründer der Virgin-Group - hat nie einen Hehl daraus gemacht, was er vom Brexit-Votum seiner Landsleute hält. "Die Leute haben sich selbst ins Knie geschossen", hat er einmal gesagt.

Nun richtet Branson allerdings auch eine Warnung an die Regierung in London: Sollten sich Großbritannien und die EU nicht rechtzeitig auf ein Anschlussabkommen für die Zeit nach dem Austritt aus der Union einigen - das sogenannte No-Deal-Szenario - werde sein Konzern Konsequenzen ziehen müssen, die Großbritannien schmerzen. "Es wird offensichtlich dazu führen, dass wir viel weniger Geld in Großbritannien ausgeben und stattdessen all unsere Energien in andere Länder stecken würden", sagte Branson der BBC.

Als Begründung verwies er auf die Abwertung des Pfunds: Vor dem Brexit habe ein Pfund 1,53 Dollar gekostet - inzwischen seien es nur noch 1,25 Dollar. Virgin habe damit zu kämpfen, weil es seine Lieferanten in Dollar bezahlen müsse - und im Falle eines No-Deal-Brexits eine weitere Abwertung des Pfunds zu erwarten sei.

Derzeit gibt es keine Bewegung in den Brexit-Verhandlungen zwischen EU und britischer Regierung - weil die konservative Partei erst die Nachfolge der scheidenden Premierministerin Theresa May klären will.

beb/AP



insgesamt 27 Beiträge
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claus7447 11.07.2019
1. Jetzt wäre ich mal gespannt ...
... was die hier tummelten BREXIT-Freunde dagegen zu sagen haben. Sie sind vermutlich besser als Branson, der in seinem Leben doch einiges auf die Beine gestellt hat ohne hochnäsig zu werden und meinen er müsse mit der Kohle protzen.
spon_5112961 11.07.2019
2. Gute Unternehmer...
wie Branson und böse Unternehmer wie Dyson...es teilt sich halt in konservative Bewahrer (würg) und progressive Seher (yeah).
PeterVietz 11.07.2019
3. Sehenden Auges in den Untergang!
Irgendwie sollte nun allen Briten klar sein, was passiert. Aber trotzdem wollen die Brexitianer wegen Ihrer Sturheit raus aus der EU mit allen Konsequenzen. Nach dem Motto "Lieber geht es mit sau-schlecht danach, als ich nur einen Millimeter von meiner Meinung abweiche." Ich freue mich schon auf Boris als Premier, die Satiriker können dann "einpacken".
kuac 11.07.2019
4.
Zitat von claus7447... was die hier tummelten BREXIT-Freunde dagegen zu sagen haben. Sie sind vermutlich besser als Branson, der in seinem Leben doch einiges auf die Beine gestellt hat ohne hochnäsig zu werden und meinen er müsse mit der Kohle protzen.
Dazu gibt es entsprechende Zitate von BoJo, in dem er klar macht, dass für die Brexiteere Nachteile der Wirtschaft nicht wichtig ist.
claus7447 11.07.2019
5.
Zitat von spon_5112961wie Branson und böse Unternehmer wie Dyson...es teilt sich halt in konservative Bewahrer (würg) und progressive Seher (yeah).
Zumindest hat er offensichtlich seinen Hauptwohnsitz in UK:: Wiki Sir Richard Charles Nicholas Branson (* 18. Juli 1950 in Blackheath,[1] London, England) ist ein britischer Unternehmer. Er lebt in London, auf seinem Landsitz in Oxfordshire und auf seiner 30 Hektar großen Privatinsel Necker Island, die zu den Britischen Jungferninseln gehört. Branson, der mit einem Vermögen von 5 Milliarden US-Dollar (Stand: Juli 2016) vom Forbes Magazine als Milliardär gelistet wird,[2] ist verheiratet und hat zwei Kinder.
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