Schokoladen-Grundstoff Ritter Sport kauft Kakaoplantage in Nicaragua

Das Angebot an Kakao schwankt, deshalb will der Hersteller von Ritter Sport ihn künftig selbst anbauen. Dazu hat die baden-württembergische Schokofirma eine Plantage in Nicaragua erworben. Es soll eine der größten weltweit sein.
Ritter-Sport-Geschäft in Berlin: 2000 Hektar östlich von Managua gekauft

Ritter-Sport-Geschäft in Berlin: 2000 Hektar östlich von Managua gekauft

Foto: Paul Zinken/ dpa

Mexiko-Stadt - Quadratisch dürfte sie eher nicht sein, für praktisch und gut wurde sie aber offenbar befunden: Eine rund 2000 Hektar große Plantage in Nicaragua gehört jetzt der Alfred Ritter GmbH, dem Hersteller von Ritter-Sport-Schokolade. Auf dem Gelände östlich der Hauptstadt Managua will das baden-württembergische Unternehmen künftig selbst Kakao anbauen. Eine Sprecherin von Ritter Sport bestätigte am Montag einen entsprechenden Bericht der "Lebensmittelzeitung".

Nach Unternehmensangaben ist der direkte Einstieg eines Schokoladenherstellers in den Kakaoanbau eher ungewöhnlich. Üblicherweise kauften die Firmen die Kakaomasse von Bauern vor Ort. Mit dem Landerwerb wolle sich Ritter Sport unabhängiger von dem schwankenden Angebot machen, sagte die Firmensprecherin.

Langfristig solle die Plantage 30 Prozent des Kakaobedarfs für die bekannten Ritter-Sport-Quadrate decken. Derzeit stamme lediglich ein geringer einstelliger Prozentsatz des von Ritter Sport verarbeiteten Kakaos aus Nicaragua. Mit 1300 Hektar Anbaufläche sei die nun gekaufte Plantage eines der größten zusammenhängenden Kakaoanbaugebiete der Welt.

Die bereits bestehende Zusammenarbeit mit Kooperativen vor Ort werde allerdings fortgesetzt, teilte Ritter Sport mit. "Wir werden unsere Anbaufläche für Kakao verdoppeln, um unsere Lieferungen an Ritter Sport steigern zu können", kündigte der Präsident der Produktionsgemeinschaft Compor in La Rama, José Antonio Flores García, an.

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.