Bis 2020 Roboter ersetzen in Industrieländern fünf Millionen Jobs

Roboter bedrohen einem Medienbericht zufolge bis 2020 rund fünf Millionen Jobs in den Industrieländern - vor allem in Deutschland. Eine Untersuchung des Weltwirtschaftsforums habe ergeben, dass in erster Linie Bürojobs gefährdet sind.
Ein Roboter greift eine Visitenkarte: Digitalisierung bedroht fünf Millionen Jobs

Ein Roboter greift eine Visitenkarte: Digitalisierung bedroht fünf Millionen Jobs

Foto: JASON LEE/ REUTERS

Wegen des zunehmenden Einsatzes von Automatisierungstechnik, Robotern und der fortschreitenden Digitalisierung der Wirtschaft werden die Industrieländer einer Studie zufolge in den nächsten fünf Jahren rund fünf Millionen Jobs verlieren. Bedroht seien vor allem Stellen in Büros und Verwaltung, wie die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" unter Berufung auf eine noch unveröffentlichte Untersuchung des Weltwirtschaftsforums berichtet .

Die Prognose beruht demnach auf einer Umfrage unter den Topmanagern der 350 größten Konzerne der Welt. Die kommende industrielle Revolution, die unter dem Schlagwort "Industrie 4.0" firmiert, macht demnach insgesamt mehr als sieben Millionen Arbeitsplätze überflüssig.

Betroffen seien weniger die Fabriken, die bereits weitgehend automatisiert sind, sondern Büros und Verwaltung. Dabei geht es vor allem um Arbeitsplätze mit weitgehend standardisierten Aufgaben, wie etwas bei Sachbearbeitern.

Fotostrecke

Industrielle Revolutionen: Von der Dampfmaschine zum intelligenten Roboter

Foto: Corbis

Gefährdet seien jetzt vor allem die Angestellten mit "weißem Kragen", heißt es demnach in der Untersuchung. Dem gegenüber stehen nur zwei Millionen neue Stellen, die für Spezialisten im Bereich Computer und Technik bis zum Jahr 2020 neu geschaffen werden sollen.

Deutschland ist der Studie zufolge stärker vom Wandel betroffen als andere Staaten in Europa. Zudem seien Frauen sehr viel mehr bedroht vom Verlust des Arbeitsplatzes als Männer, was die Forscher mit der unterschiedlichen Ausbildung der Geschlechter begründen. Im Vorteil sind hingegen alle naturwissenschaftlichen und IT-Berufe, die sogenannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik), in denen der Frauenanteil noch immer niedrig ist.

nck/AFP