Rocket Internet Oliver Samwer prüft Rückzug von der Börse

Der Berliner Start-up-Investor Rocket Internet arbeitet nach Informationen des manager magazins an einem Plan zum Rückzug von der Börse. Ein Team arbeitet Optionen für solch einen Deal aus.

Oliver Samwer 2018
REUTERS/Hannibal Hanschke

Oliver Samwer 2018

Von manager-magazin-Redakteur Jonas Rest


Der Internet-Investor Oliver Samwer arbeitet an einem Plan, seine Start-up-Holding Rocket Internet von der Börse zu nehmen. Dies erfuhr das manager magazin von mehreren Insidern.

Im Aufsichtsrat sei bereits über das Projekt gesprochen worden; im Hintergrund arbeite ein Team die sinnvollste Struktur für einen solchen Deal aus. Als wahrscheinlichste Option gilt aktuell, dass das Unternehmen so viele Aktien wie möglich zurückkauft, Samwer selbst allerdings nicht verkauft. Dadurch würde er am Ende die Gesellschaft kontrollieren. Noch gebe es aber keine Entscheidung, sagen Beteiligte. Rocket Internet kommentierte die Informationen auf Anfrage nicht.

Lesen Sie hier bei manager magazin Premium die komplette Geschichte: Warum Rocket Internet den Rückzug von der Börse plant (kostenpflichtig).

Oliver Samwer hält derzeit 44 Prozent an Rocket Internet. Insider berichten, dass Samwer inzwischen überzeugt sei, dass ein Wagniskapitalgeber wie Rocket nichts an der Börse verloren habe. Er würde gern wieder fern der Öffentlichkeit ungestört als opportunistischer Investor agieren.

Rocket Internet hatte zuletzt zahlreiche Beteiligungen verkauft. Dadurch verfügt das Unternehmen über liquide Mittel in Höhe von 3,6 Milliarden Euro.

Mehr zum Thema


insgesamt 5 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
xcountzerox 20.06.2019
1. Passt zu ihm
Nachdem bekannt wurde, dass er jetzt in den Immobilienmarkt einsteigt, ist es nur logisch, keine Rechenschaft ablegen zu müssen. Ein Unsympath ohne gleichen.
mopsfidel 20.06.2019
2. Neigt sich das große Geschäft mit Internet-Projekten dem Ende?
Bei den Samwer-Brüdern entsteht selten eine Entscheidung aus dem Bauch heraus und meist mit gutem Blick in die Zukunft. Für die Gründung von Zalando, eDarling und anderen Unternehmen war die Struktur von Rocket-Internet lange Zeit perfekt genug. Eine simple Aussage wie dass er dann wieder "ungestört als opportunistischer Investor agieren" kann, kaufe ich ihm nicht ab.
Bala Clava 20.06.2019
3. Tja,
einen Mangel an Opportunismus kann man ihm nun wirklich nicht vorwerfen.
max.stein 20.06.2019
4. Mangel an guten Ideen
Geld alleine macht's eben nicht ... Eine primitiv und schlecht gemachte Website wie Zalando muss entweder vollständig überarbeitet oder an einen geistig minderbemittelten Investor verkauft werden.
skitime 20.06.2019
5. tja...
Wer braucht schon Rockett Internet im Depot, wenn er auch Naspers haben kann. Die wissen, wie Risikokapitalinvestment funktioniert und jeder kann mitmachen und Wohlstand generieren!
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.