Verkaufsrekord Rolls-Royce verkauft mehr als 4000 Nobelkarossen

Rolls-Royce profitiert von der Ukraine-Krise und dem Wertverfall des Rubels: Dank kaufkräftiger Russen fährt der britische Luxusautohersteller einen neuen Verkaufsrekord ein.

Rolls-Royce-Spitzenmodell Phantom: Nur etwas für superreiche Kunden
Rolls-Royce

Rolls-Royce-Spitzenmodell Phantom: Nur etwas für superreiche Kunden


London - Die britische Luxusautomarke Rolls-Royce konzentriert sich auf superreiche Kunden: Sie bietet nur Autos an, die mehr als 200.000 Euro kosten. Nun hat der britische Hersteller erstmals die Marke von 4000 verkauften Nobelkarossen pro Jahr geknackt. 2014 lieferte der Autobauer im englischen Goodwood 4063 Fahrzeuge aus.

Das waren zwölf Prozent mehr als im Jahr zuvor, teilte das Unternehmen mit. Im Vorjahr waren 3630 Rolls-Royce verkauft worden. Auch damit war die BMW-Tochter bereits erfolgsverwöhnt: Es war das fünfte Jahr in Folge, in dem sie einen Verkaufsrekord verkündete.

Rolls-Royce profitierte dabei auch von der Ukraine-Krise und dem Verfall des Rubels: Viele Russen wollten ihr Geld in wertbeständige Anlagen stecken, sagte der deutsche Unternehmenschef Torsten Müller-Ötvös.

Besonders erfolgreich seien die Selbstfahrer-Modelle Wraith und Ghost. Ob das Unternehmen mit einem SUV-Modell in das Segment für Geländelimousinen einsteigt, soll im Laufe des Jahres bekannt gegeben werden.

Die britische Nobelmarke blickt bereits auf eine mehr als hundertjährige Geschichte zurück, seit einigen Jahren gehört das Unternehmen mit Sitz in Bracknell zu BMW. Der Autobauer aus München hatte sich im Bieterwettbewerb mit dem Konkurrenten VW die Namensrechte an Rolls-Royce für einen Spottpreis gesichert - nach einem Lapsus des damaligen VW-Vorstandsvorsitzenden Ferdinand Piëch.

Piëch hatte 1998 beim Einstieg in die Luxusklasse den Rivalen BMW zwar ausgestochen und für knapp 750 Millionen Euro den Zuschlag erhalten. Doch den Hausjuristen war entgangen, dass das Paket lediglich die Fabrik, einige Hundert Arbeiter und die Rechte für die Marke Bentley enthielt. Als der Fehler auffiel, hatte BMW längst zugeschlagen. Statt der ursprünglich kalkulierten 900 Millionen Euro kostete BMW der Einstieg bei Rolls-Royce so am Ende nur 120 Millionen Euro.

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Rolls-Royce: Fahren wie ein König

sun/dpa



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koka_banana 06.01.2015
1. Es gab mal Zeiten
da haben die Briten sich ausgesucht wem sie einen edlen Rolls Royce verkaufen. In den 70ern hat z.B. der Samsung-Firmengründer, man bedenke ein Mensch den JEDER in Südkorea kennt, einen Rolls kaufen wollen. Die edlen Briten haben aber abgelehnt, da der neureiche Koreaner nicht standesgemäß genug war. Der hat sich dann eine S-Klasse aus Untertürkheim zugelegt. Was is nu aus den Briten geworden? Werden von Wolfsburgern regiert und verkaufen jetzt auch an jeden neureichen Russen der mit Blutölgeld bezahlt. God save the queen kann man da nur konstatieren!
cromwelluk, 06.01.2015
2. Der Gentleman. ..
genießt und schweigt :-)
fatherted98 06.01.2015
3. Schöner Erfolg...
...ich hätte auch gern einen...paßt aber nicht in meine Garage oder meinen Stellplatz.
Sugafoot 06.01.2015
4. Sehr schön
Sind auch super Autos!
FLXLGR 06.01.2015
5.
Zitat von koka_bananada haben die Briten sich ausgesucht wem sie einen edlen Rolls Royce verkaufen. In den 70ern hat z.B. der Samsung-Firmengründer, man bedenke ein Mensch den JEDER in Südkorea kennt, einen Rolls kaufen wollen. Die edlen Briten haben aber abgelehnt, da der neureiche Koreaner nicht standesgemäß genug war. Der hat sich dann eine S-Klasse aus Untertürkheim zugelegt. Was is nu aus den Briten geworden? Werden von Wolfsburgern regiert und verkaufen jetzt auch an jeden neureichen Russen der mit Blutölgeld bezahlt. God save the queen kann man da nur konstatieren!
Also VW hat mit Rolls-Royce nun wirklich nichts am Hut! Hauptsache meckern, nicht wahr?
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