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21. September 2012, 14:42 Uhr

Rohstoffjagd

Russische Konzerne investieren in der Arktis Milliarden

Unterm Eis lockt das Öl: In der Arktis wird ein Fünftel der weltweiten Reserven vermutet. Deshalb stecken Russlands Energiegiganten Rosneft und Gazprom in den kommenden Jahren zwölf Milliarden Euro in die Erschließung der Region.

Moskau - Russlands größte Energiekonzerne Rosneft und Gazprom wollen bis 2015 etwa 500 Milliarden Rubel in Förderprojekte in der Arktis investieren, umgerechnet 12,2 Milliarden Euro. Diese Ankündigung machte Rosneft-Chef Igor Setschin auf einem Investitionsforum in der Schwarzmeerstadt Sotschi. Noch 2012 planten die Staatsunternehmen demnach Investitionen von 40 Milliarden Rubel.

Experten gehen davon aus, dass unter dem arktischen Festlandsockel etwa 90 Milliarden Barrel Öl sowie 50 Billionen Kubikmeter Gas lagern. Das ist fast ein Fünftel der weltweiten Reserven. Russland erhebt Anspruch auf einen Großteil des Gebiets.

Erst am Donnerstag war bekannt geworden, dass Rosneft einen Mega-Deal plant: Für bis zu 15 Milliarden Euro will das Unternehmen laut der Wirtschaftszeitung "Kommersant" vom britischen Konkurrenten BP dessen Anteil am Gemeinschaftsunternehmen TNK-BP übernehmen. Das Joint Venture war von Skandalen überschattet, wegen angeblicher Repressalien durch den russischen Staat flüchtete sein Ex-Chef Bob Dudley 2008 sogar aus Russland.

dab/dpa

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