Trotz Jobkahlschlag Verstaatlichte Royal Bank of Scotland zahlt Millionenboni

Die Royal Bank of Scotland will Zehntausende Stellen streichen und rechnet mit hohen Verlusten. Trotzdem will die britische Großbank einem TV-Bericht zufolge Boni von mehr als einer halben Milliarde Pfund zahlen. Die zuständigen Behörden haben demnach bereits zugestimmt.

Filiale der Royal Bank of Scotland in London: Millionen-Bonus trotz Stellenabbau
DPA

Filiale der Royal Bank of Scotland in London: Millionen-Bonus trotz Stellenabbau


London - Die Royal Bank of Scotland (RBS) will offenbar trotz eines radikalen Jobabbaus und voraussichtlich hoher Verluste Boni in Höhe von 550 Millionen Pfund zahlen - das sind umgerechnet rund 670 Millionen Euro. Die britische Bank habe von den zuständigen Behörden bereits grünes Licht für die Ausschüttungen bekommen und werde sie mit den Jahresergebnissen für 2013 an diesem Donnerstag vorlegen, berichtet der Sender Sky News. Die RBS wollte sich demnach nicht zu den Bonuszahlungen äußern.

Die RBS wurde in der Finanzkrise mit Steuergeldern von umgerechnet 55 Milliarden Euro vor dem Zusammenbruch bewahrt. Seitdem gehört sie zu 81 Prozent dem Staat. Premierminister David Cameron hatte angekündigt, dass die britische Regierung als Mehrheitseigner einer Erhöhung der insgesamt gezahlten Gehälter bei der Investmentbanking-Sparte nicht zustimmen werde. Es wird erwartet, dass die RBS für 2013 einen Verlust von rund acht Milliarden Pfund ausweist.

Die RBS will sich nun wie die ebenfalls staatlich gestützte Lloyds-Bank weniger auf das riskante Investmentbanking konzentrieren und stattdessen ihre Privat- und Firmenkunden-Aktivitäten ausweiten. Insidern zufolge könnten bei der RBS bis zu 30.000 Jobs wegfallen. Weitere Angaben zu dem geplanten Umbau werden am Donnerstag erwartet.

aar/Reuters

insgesamt 7 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
u.loose 26.02.2014
1. Ich bin erschüttert (:-)
Offenbar kann man ja auch ohne "überzähliges" Personal gute Gewinne machen, was sich dann eben auch in entsprechenden Bonis niederschlägt. Falls es noch nicht bekannt sein sollte AG heißt Aktiengesellschaft und nicht Arbeitsplatzerhaltungsgesellschaft.
danenffm 26.02.2014
2. Raubrittertum
Sicherlich läuft alles nach "Recht und Gesetz", man beachtet und respektiert die geltenden Arbeitsverträge etc. pp.....Irgendwie war die Zeit des Raubrittertums ehrlicher. Da wurden einfach, mit vorgehaltener Knarre, Bauern und Reisenden die Gulden abgeknöpft. Jetzt schreiben Lobbyisten die Gesetzesvorlagen, den Rest besorgen korrupte Politiker und Lobbyparteien (wie die FDP). Die Zeche zahlen auch in diesem Falle die Steuerzahler, damit die Sause weitergehen kann!
wpstier 26.02.2014
3. Wer da Kunde ist...
...hat Mitschuld an den Boni. Es gibt so viele gute Banken!
mm71 26.02.2014
4.
Zitat von danenffmSicherlich läuft alles nach "Recht und Gesetz", man beachtet und respektiert die geltenden Arbeitsverträge etc. pp.....Irgendwie war die Zeit des Raubrittertums ehrlicher. Da wurden einfach, mit vorgehaltener Knarre, Bauern und Reisenden die Gulden abgeknöpft. Jetzt schreiben Lobbyisten die Gesetzesvorlagen, den Rest besorgen korrupte Politiker und Lobbyparteien (wie die FDP). Die Zeche zahlen auch in diesem Falle die Steuerzahler, damit die Sause weitergehen kann!
Der lange Arm der SPD reicht bis nach Edinburgh? Wow...
mm71 26.02.2014
5.
Zitat von danenffmSicherlich läuft alles nach "Recht und Gesetz", man beachtet und respektiert die geltenden Arbeitsverträge etc. pp.....Irgendwie war die Zeit des Raubrittertums ehrlicher. Da wurden einfach, mit vorgehaltener Knarre, Bauern und Reisenden die Gulden abgeknöpft. Jetzt schreiben Lobbyisten die Gesetzesvorlagen, den Rest besorgen korrupte Politiker und Lobbyparteien (wie die FDP). Die Zeche zahlen auch in diesem Falle die Steuerzahler, damit die Sause weitergehen kann!
Der lange Arm der FPD reicht bis nach Edinburgh? Wow...
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.