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Winterkorn auf Charme-Tour in den USA: Vokswagen feiert Rückkehr

Foto: Evan Agostini/ AP

Rückkehr nach 23 Jahren Volkswagen eröffnet neues Werk in den USA

Volkswagen kehrt als US-Produzent zurück - und startet zur Eröffnung seinen neuen Werks eine Charme-Offensive: In Tennessee punktet VW mit 12.000 Arbeitsplätzen, in New York ließ sich Konzernchef Winterkorn als Kultursponsor feiern.

Chattanooga/New York - Volkswagen   feiert die Rückkehr nach mehr als 20 Jahren: Konzernchef Martin Winterkorn hat am Dienstag ein neues VW-Werk in Chattanooga im US-Bundesstaat Tennessee eröffnet. An dem Standort sollen 2000 Mitarbeiter jährlich 150.000 speziell für den amerikanischen Markt entwickelte Passat-Modelle produzieren.

Die USA spielen eine Schlüsselsrolle in den Plänen des VW-Konzerns, bis 2018 zum größten Automobilproduzenten der Welt aufzusteigen. Dementsprechend begleitete das Unternehmen die Werkseröffnung mit einer öffentlichkeitswirksamen Charme-Offensive.

Bereits am Montagabend hatte VW-Chef Winterkorn eine Partnerschaft mit dem Museum of Modern Art (MoMA) in New York besiegelt. Die Aufgabenteilung dieser Partnerschaft sieht folgendermaßen aus: Die Wolfsburger geben mehrere Millionen Dollar für zeitgenössische Kunst und bekommen dafür im Gegenzug etwas vom Glanz des weltbekannten Museums ab. So dinierte Winterkorn am Freitag mit Promis wie Madonna, Yoko Ono und "Sex and the City"-Star Kim Cattrall.

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Werk in Chattanooga: VWs neue Heimat in Tennessee

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Am Dienstag dann punktete der Konzernchef bei der Eröffnung in Chattanooga als Arbeitgeber in der Südstaaten-Stadt. Zusätzlich zu den eigenen Arbeitsplätzen kalkuliere VW durch die Zulieferer, die sich in der Region angesiedelt haben, mit weiteren zehntausend Jobs. Und es könnten noch mehr Arbeitsplätze entstehen. "Die Fabrik ist so angelegt, dass wir sie problemlos erweitern können. Theoretisch wären weitere Modelle möglich", sagte Winterkorn.

Im Jahr 1988 hatte VW sein damals letztes US-Werk in Pennsylvania geschlossen. Ein großer Teil der VW-Modelle für den US-Markt kommt seitdem aus dem Werk im mexikanischen Puebla. Mit der nun in Tennessee gefertigten Mittelklasse-Limousine Passat zum Kampfpreis von 20.000 Dollar plus Steuern will der Konzern seinen US-Marktanteil bis 2018 auf sechs Prozent verdoppeln.

fdi/dpa/dapd