Ex-Bahn-Chef Rüdiger Grube heuert bei Investmentbank Lazard an

Die Deutsche Bahn verließ er im Streit - nun startet der ehemalige Konzernchef Rüdiger Grube neu bei der Bank Lazard. Sein Kontaktnetz soll bei wichtigen Kunden im Investmentbanking helfen.
Ehemaliger Bahn-Chef Rüdiger Grube

Ehemaliger Bahn-Chef Rüdiger Grube

Foto: Michael Kappeler/ dpa

Der frühere Bahn-Chef Rüdiger Grube hat einen neuen Job gefunden. Laut einem Medienbericht geht der Manager zur US-Investmentbank Lazard. Dort übernehme er den Posten des Chairmans für das deutsche Investmentbanking, berichtet das "Handelsblatt". In Unternehmenskreisen wurde der Wechsel bestätigt.

Für die Bank ist Grube ein Gewinn. Seine Kontakte aus früheren Managementzeiten bieten Lazard die Chance, über ihn weitere Kunden für sich zu gewinnen. In der neuen Funktion solle Grube gemeinsam mit den beiden Deutschlandchefs des Geldhauses, Ken Oliver Fritz und Eric Fellhauer, wichtige Klienten betreuen. Doch auch international setze die Bank auf die langjährige Erfahrung und das weit verzweigte Kontaktnetz des 65-Jährigen.

Lazard hatte zuletzt etwa die Restaurantkette Vapiano bei deren Börsengang beraten. Das 1848 gegründete US-Geldhaus Lazard ist mit Niederlassungen in 27 Ländern und rund 194 Milliarden Dollar an verwalteten Kundengeldern einer der ältesten und größten Namen im internationalen Investmentbanking. In Deutschland ist das Unternehmen seit 1988 präsent und hat seinen Sitz in Frankfurt am Main.

Grube war Ende Januar nach fast acht Jahren an der Spitze der Deutschen Bahn zurückgetreten. Hintergrund war ein Streit über die Vertragsverlängerung. Seine Karriere begann Ende der 1980er Jahre bei den Flugzeugbauern Airbus und Dasa. Nachdem er ab 1996 mit kurzer Unterbrechung hochrangige Posten bei Daimler bekleidete, wechselte er zur Deutschen Bahn. Im Juni wurde Grube zum Aufsichtsratschef der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA ) gewählt.

kig/dpa/Reuters
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