Rüstungsindustrie Rheinmetall baut Turmsystem für britischen Panzer

Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall beteiligt sich am Bau von Turmsystemen für den britischen Spähpanzer "Scout". Der Auftrag soll ein Volumen von 130 Millionen Euro haben.

Modulares Turmsystem Lance: Insgesamt 245 Einheiten für neuen Panzer "Scout"
Rheinmetall

Modulares Turmsystem Lance: Insgesamt 245 Einheiten für neuen Panzer "Scout"


Der Rüstungskonzern und Autozulieferer Rheinmetall hat einen Großauftrag für einen neuen Spürpanzer der britischen Armee erhalten. Der Generallieferant Lockheed Martin UK habe das Unternehmen mit der Produktion von Turmsystemen für den Spähpanzer "Scout" beauftragt, teilte Rheinmetall mit.

Die Bestellung hat demnach ein Volumen von mehr als 130 Millionen Euro. Rheinmetall gehört dem Entwicklerteam für den "Scout" bereits seit 2010 an. Die erste Serienversion sei für Juli 2016 vorgesehen, heißt es in der Mitteilung. Insgesamt gehe es um die Produktion von bis zu 245 Einheiten.

Rheinmetall ist für das Rüstungsvorhaben eine Kooperation mit den US-Konzernen Lockheed Martin und General Dynamics eingegangen. Von dem Auftrag soll vor allem der Standort Kassel profitieren. Dort sollen die Fertigung der Komponenten sowie die Endmontage erfolgen.

brk/dpa



insgesamt 10 Beiträge
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Bueckstueck 03.08.2015
1. Türmchenbau zu Rheinmetall
Die Amis (hier Lockheed Martin und General Dynamics) wissen halt wo man gute Türmchen mit Inhalt bekommt. Nicht umsonst fährt der M1 Abrams selbst mit einer Rheinmetall Glattrohrkanone durch die Kriegsschauplätze dieser Welt.
emantsol 03.08.2015
2. Licht und Schatten
Heute freuen wir uns über die Arbeitsplätze und morgen schauen wir blöd, wenn Menschen zu uns flüchten, nachdem die Waffen zum Einsatz kamen.
auweia 03.08.2015
3. Quantité négligéable
Zitat von emantsolHeute freuen wir uns über die Arbeitsplätze und morgen schauen wir blöd, wenn Menschen zu uns flüchten, nachdem die Waffen zum Einsatz kamen.
Den von Ihnen angeführten Zusammenhang sehe ich nicht. Die Zahl der Menschen die aufgrund der deutschen Bordwaffen in britischen Panzern (im übrigen in erster Linie zum Kampf gegen andere militärische Einheiten gedacht) zu uns nach Deutschland flüchten scheint mir doch sehr überschaubar. Ich wäre sehr dafür und gerne bereit diese in Deutschland aufzunehmen - wenn Sie mir zusichern, dass diejenigen, die aufgrund der NICHT aus Deutschland kommenden Waffen flüchten, NICHT hier landen. Zu diesen Waffen zählen ich unter anderem: die in Heimarbeit gefertigten Fassbomben in Syrien, die ubiquitär vorhandenen Kalaschnikows aus russischer oder chinesischer Produktion z.B. bei sudanesischen Reitermilizen, die von der IS zum Köpfen verwendeten Messer (sicherlich keine Wertarbeit aus Solingen) ... bis hin zu dem an jedem Mann vorhandenen Werkzeug für Massenvergewaltigungen.
esteba9 03.08.2015
4. Gute Nachricht
Herzlichen Glückwunsch ihr Rheinmetaller. Schampus und Chapeau!
gldek 03.08.2015
5. Waffen der Gegner
Derzeit befinden sich wohl weltweit keine US/GB-Panzer im Kampfeinsatz, es sei denn sie wurden erbeutet. Es sind schon die Waffen von IS, Al-Kaida, Assad, Taliban und Boko Haram vor denen die Menschen flüchten. Ich wollte, es würden sich ihnen offizielle Bodentruppen von Nato und EU entgegenstellen um das sinnlose Morden zu beenden.
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