Rüstungskonzern Rheinmetall entwickelt Laserwaffe für die Bundeswehr

Laserwaffen – das klingt nach Science-Fiction und ist tatsächlich noch nirgendwo regulär im Einsatz. Nun hat Rheinmetall einen millionenschweren Entwicklungsauftrag der Bundeswehr erhalten.
Rheinmetall-Zentrale in Düsseldorf: Millionenauftrag der Bundeswehr

Rheinmetall-Zentrale in Düsseldorf: Millionenauftrag der Bundeswehr

Foto: Caroline Seidel / DPA

Der Rüstungskonzern Rheinmetall kommt dem Bau von Laserwaffen für das Militär näher. Das Beschaffungsamt der Bundeswehr habe die Herstellung eines Laserquellen-Demonstrators für einen niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag in Auftrag gegeben, teilte der Düsseldorfer Konzern mit . Die Laserentwicklungsabteilung von Rheinmetall sitzt im niedersächsischen Unterlüß.

Die Ausgangsleistung des nun beauftragten Demonstrators wird Rheinmetall zufolge bei bis zu 20 Kilowatt liegen. In einem ersten Projekt soll der Demonstrator für ein Jahr auf der Marinefregatte Sachsen erprobt werden. Später könnte der Einsatz an Land folgen.

Laserwaffen wird großes militärisches Potenzial beigemessen. Auch Staaten wie die USA, China, Großbritannien, die Türkei und Indien setzen auf ihre Entwicklung.

Allerdings wird es nach Einschätzung von Militärexperten noch sehr lange dauern, bis solche Waffen im regulären Dienst eingesetzt werden könnten. So ist der Energiebedarf sehr hoch, was auf einem Schiff wegen eines starken Motors weniger problematisch ist als bei mobilen Einheiten an Land. Zudem ist das sogenannte Tracking anspruchsvoll: Der Strahl – bestehend aus Photonen, also Licht – muss exakt am selben Punkt einer Oberfläche bleiben, damit diese sich schnell erhitzt und schmilzt.

Seit Langem tüftelt Rheinmetall an Laserwaffen, Kooperationspartner ist die Deutschlandtochter des Rüstungskonzerns MBDA. 2015 gab es bereits eine Erprobung in der Ostsee, 2018 folgte laut Rheinmetall ein weiterer erfolgreicher Test. Nun soll es zur aufwendigsten und längsten Testphase einer Laserwaffe auf einem deutschen Marineschiff kommen.

fdi/dpa
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