Cyberkriminalität Hacker stehlen Russlands Zentralbank offenbar 19 Millionen Dollar

Hacker sollen Russlands Zentralbank einen Millionenbetrag gestohlen haben. Es seien mehr als 19 Millionen Dollar mit gefälschten Zugangscodes von Konten abgeräumt worden. Von den Tätern fehlt bisher jede Spur.

Russische Zentralbank
DPA

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Unbekannte Hacker haben bei Russlands Zentralbank offenbar einen Millionenbetrag erbeutet. Laut einem Finanzstabilitätsbericht der russischen Zentralbank haben Unbekannte versucht, insgesamt 45 Millionen Dollar zu entwenden. Doch der Bank sei es gelungen, den Diebstahl von 26 Millionen Dollar zu verhindern. Das lässt den Schluss zu, dass rund 19 Millionen Dollar erbeutet wurden. Was genau mit der Summe geschah, ist bisher unklar.

Dem Bericht zufolge konnten die Täter mit gefälschten Zugangscodes Konten abräumen, die bei der Bank hinterlegt waren. Teile der Transaktionen konnten jedoch von der Bank eingefroren werden. Bisher sind die Kriminellen nicht identifiziert.

Der Fall erinnert an den spektakulären Bankraub in Bangladesch, als Cyberkriminelle bei der Notenbank 81 Millionen Dollar stahlen. Die Hacker nutzten dafür das internationale Zahlungsverkehrssystem Swift.

Derweil hat der russische Inlandsgeheimdienst FSB eigenen Angaben zufolge einen geplanten Cyberangriff ausländischer Geheimdienste auf das Bankensystem des Landes aufgedeckt.

Auch in Deutschland treiben Cyberkriminelle ihr Unwesen.Am Donnerstag konnte die Staatsanwaltschaft Verden gemeinsam mit dem FBI einen Ring von Hackern zerschlagen.Sie hatten seit 2009 mit Phishingattacken mehr als sechs Millionen Euro von Onlinebanking-Kunden erbeutet. Insgesamt wurden am Mittwoch 39 Server beschlagnahmt. Damit konnte den Tatverdächtigen allein in Deutschland die Kontrolle über mehr als 50.000 Computer entzogen werden.

hej/brt/beb/Reuters



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