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18. Mai 2018, 21:09 Uhr

Verbot für Kohle-Verstromung

RWE erwägt Klage in den Niederlanden

Kraftwerke sollen in den Niederlanden in Zukunft nicht mehr mit Kohle betrieben werden. RWE hat zwei niederländische Standorte zur Stromproduktion und schließt deshalb rechtliche Schritte nicht aus.

Die Niederlande verbieten mittelfristig die Verfeuerung von Kohle zur Stromproduktion und setzen den deutschen Versorger RWE damit unter Druck. Wirtschaftsminister Eric Wiebes erklärte am Freitag in Amsterdam, ältere Kraftwerke dürften nur noch bis Ende 2024 mit Kohle betrieben werden, neuere bis Ende 2029. Damit soll das Ziel erreicht werden, den CO2-Ausstoß des Landes bis 2030 um 49 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken.

RWE betreibt in den Niederlanden im Amer ein älteres Kraftwerk mit Steinkohle-Befeuerung und ein erst vor wenigen Jahren erbautes in Eemshaven.

Der Konzern äußerte sich enttäuscht und schloss rechtliche Schritte nicht aus. "Wir erwarten deutliche Konsequenzen für unsere Aktivitäten", teilte das Unternehmen mit. "Sollte das Gesetz so wie jetzt angekündigt kommen, erwägen wir eine Klage." Schließlich habe die niederländische Regierung keinerlei Ausgleich für das Vorhaben angeboten.

In die neuere Anlage habe RWE 3,2 Milliarden Euro investiert, nachdem es von der Regierung dazu ermuntert worden sei.

Auch der schwedische Vattenfall-Konzern ist von den Plänen betroffen. Dessen Tochter Nuon erklärte allerdings, sie werde ihr betreffendes älteres Kraftwerk Hemweg-8 wie gefordert bis Ende 2024 schließen.

cop/Reuters

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