Trotz Coronakrise RWE macht Milliardengewinn

Corona hat vielen Unternehmen geschadet – RWE macht hingegen bessere Geschäfte als selbst erwartet. Deutlich größere Probleme hat der Energiekonzern mit dem Wintereinbruch im US-Bundesstaat Texas.
Neue RWE-Zentrale in Essen

Neue RWE-Zentrale in Essen

Foto: Fabian Strauch / dpa

Der Energiekonzern RWE hat im vergangenen Jahr einen bereinigten Nettogewinn von 1,2 Milliarden Euro erwirtschaftet. »Das vergangene Geschäftsjahr ist für RWE hervorragend gelaufen – trotz der herausfordernden Coronakrise«, sagte Konzernchef Rolf Martin Schmitz, der den Vorstandsvorsitz Ende April an Finanzchef Markus Krebber abgeben wird. RWE habe die eigene Prognose damit deutlich übertroffen, sagte Schmitz.

Allerdings lässt sich der Gewinn nicht mit den Gewinnen aus den Vorjahren vergleichen, eine entsprechende Zahl etwa für das Jahr 2019 veröffentlichte RWE nicht. Erstmals bildet die Geschäftsbilanz für 2020 den Austausch der Geschäftsfelder mit dem langjährigen Konkurrenten E.on komplett ab. RWE hatte von E.on und seiner Tochter Innogy die erneuerbaren Energien übernommen. E.on erhielt das Netz- und Kundengeschäft von Innogy.

Für das laufende Jahr rechnet RWE hingegen mit weniger guten Geschäften. Der Konzern erwartet 2021 einen bereinigten Nettogewinn zwischen 750 Millionen und 1,1 Milliarden Euro. Grund dafür ist auch das heftige Winterwetter in den USA, weshalb dort im Februar RWE-Windkraftanlagen stillstanden. Der Konzern musste daher für viel Geld Strom zukaufen, was zu finanziellen Einbußen in dreistelliger Millionenhöhe führte. Insgesamt betrugen die Verluste im US-Geschäft 400 Millionen Euro.

Im laufenden Jahr will der Konzern die Dividende wegen der guten Finanzlage erhöhen: Für 2021 soll es je Aktie 90 Cent geben, für das vergangene Jahr 85 Cent.

fdi/dpa
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