Fluglinien von Thomas Cook Ryanair will nur die Filetstücke

Der Reisekonzern Thomas Cook will seine Fluglinien verkaufen. Neben der Lufthansa hat sich nun ein weiterer Interessent gemeldet: Ryanair. Doch der will nur einen Teil der Flotte.

Airbus von Thomas Cook Airlines
REUTERS

Airbus von Thomas Cook Airlines


Europas größter Billigflieger Ryanair hat ein Auge auf die Ferienflieger des britischen Reiseanbieters Thomas Cook geworfen. Ryanair wäre an Teilen der Thomas Cook Airlines interessiert, sagte Marketingchef Kenny Jacobs in London.

Thomas Cook hatte seine Fluggesellschaften, zu denen auch die deutsche Fluglinie Condor zählt, vergangene Woche offiziell zum Verkauf gestellt. Zuvor hatte bereits die Lufthansa Chart zeigen Interesse angemeldet, ohne dass allerdings Details bekannt geworden wären.

Für einen Einstieg von Ryanair müssten die Flugsparten des Thomas-Cook-Konzerns laut Jacobs wieder auseinandergenommen werden. Der Reiseanbieter, zu dem in Deutschland die Marke Neckermann Reisen gehört, hatte seine zuvor weitgehend eigenständigen Fluglinien aus Großbritannien, Deutschland und Skandinavien vor einigen Jahren zu einer Einheit zusammengeführt.

Kein Interesse hat Ryanair laut Jacobs an dem Billigflieger Norwegian. Die norwegische Gesellschaft war mit Billigflügen auch auf der Langstrecke in den vergangenen Jahren stark gewachsen, hatte dafür aber auch hohe Schulden angehäuft. 2018 wollte die British-Airways-Mutter IAG die Norweger übernehmen, blitzte aber ab. Jacobs sagte, Ryanair hingegen sei nicht einmal an Teilen von Norwegian interessiert.

mik/dpa-AFX



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