Nach Entscheidung in NRW Sachsen-Anhalt lehnt vorgezogenen Kohleausstieg ab

Das vorgezogene Ende der Braunkohleförderung im Rheinischen Revier sieht Sachsen-Anhalts Landeschef nicht als Vorbild. Gerade jetzt müssten alle Kapazitäten am Netz gehalten werden, sagt Reiner Haseloff.
Braunkohleabbau in Sachsen-Anhalt

Braunkohleabbau in Sachsen-Anhalt

Foto: Patrick Pleul / dpa

Nach dem Kohlekompromiss in NRW lehnt der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt einen vorgezogenen Ausstieg für sein Bundesland ab. »Gesetzeslage und realistisch ist ein genereller Ausstieg 2038. Dieser wurde mit einem breiten gesellschaftlichen Konsens beschlossen«, sagte Reiner Haseloff (CDU) der Funke Mediengruppe laut einer Vorabmeldung.

Die Kapazitäten müssten gerade jetzt am Netz gehalten werden, so Haseloff weiter, sonst drohe eine weitere Mangellage. Ein Ausstieg vor 2038 würde den Industriestandort Deutschland schwächen.

Die Wirtschaftsministerien von Nordrhein-Westfalen und des Bundes hatten sich mit dem Energiekonzern RWE geeinigt, den Kohleausstieg im Rheinischen Revier für den Klimaschutz um acht Jahre auf 2030 vorzuziehen. Zugleich sollen zwei Braunkohlekraftwerke länger laufen als geplant. Auch in Sachsen-Anhalt wird noch Braunkohle abgebaut.

dab/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.