Werk in Belgien Schweizer Schokohersteller Barry Callebaut stoppt Produktion wegen Salmonellen

Nach einem Salmonellenausbruch hat der Schokoladenhersteller Barry Callebaut die Produktion eines belgischen Werks gestoppt. Das Unternehmen produziert für gewerbliche Kunden, etwa Süßwarenhersteller.
Werk in Wieze: Die Bänder stehen still

Werk in Wieze: Die Bänder stehen still

Foto: Kenzo Tribouillard / AFP

Die Bänder stehen still: Der Schokoladenhersteller Barry Callebaut hat nach einem Salmonellenausbruch in einem Werk im belgischen Wieze die Produktion eingestellt. Auch die Auslieferung wurde unterbrochen, wie das Schweizer Unternehmen mitteilte. Die Salmonellen-Bakterien, die schweren Durchfall auslösen können, wurden nach Angaben des Unternehmens am Montag im Lecithin nachgewiesen, das in allen Produkten verwendet wird. Die belgische Lebensmittelaufsicht FAVV sei umgehend informiert worden.

Barry Callebaut ist ein Anbieter von Schokoladen- und Kakaoprodukten. Sie werden an Gewerbekunden zur Weiterverarbeitung geliefert, deshalb ist die Marke weniger bekannt.

Das Unternehmen gehe davon aus, dass die wenigen Mengen, die seit Montag ausgeliefert wurden, noch nirgendwo verarbeitet und in den Kundenverkehr gebracht worden sind, sagte ein Unternehmenssprecher. Die Abklärungen liefen noch.

Barry Callebaut beliefert etwa Konditoreien, Bäckereien, die Gastronomie oder Getränkehersteller. Das Unternehmen mit über 12.000 Mitarbeitern in mehr als 40 Ländern bezeichnet sich als weltweit führenden Hersteller von hochwertigen Schokoladen- und Kakaoprodukten.

Das Werk in Wieze beliefert auch deutsche Kunden. Ob von der kontaminierten Schokomasse etwas nach Deutschland geliefert wurde, sagte das Unternehmen nicht. Die Fabrik werde gereinigt und desinfiziert, hieß es beim Unternehmen. Das dürfte einige Tage dauern.

mic/dpa-AFX
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