Handy-Krise Samsung-Gewinn bricht um die Hälfte ein

Lange dominierte Samsung das weltweite Handygeschäft, doch nun gerät der südkoreanische Hersteller immer stärker unter Druck. Im dritten Quartal ist der Gewinn um 49 Prozent eingebrochen. Die neue Konkurrenz kommt aus China.
Werbung für neues Samsung-Smartphone in Südkorea: Konkurrenz aus China

Werbung für neues Samsung-Smartphone in Südkorea: Konkurrenz aus China

Foto: JUNG YEON-JE/ AFP

Seoul - Der schärfer werdende Wettbewerb bei Smartphones erschwert Weltmarktführer Samsung zunehmend die Geschäfte. Im Ende September abgelaufenen dritten Quartal fiel der Gewinn des südkoreanischen Konzerns um um 49 Prozent auf 4,2 Billionen Won (etwa 3,2 Milliarden Euro). Der Umsatz schrumpfte um 19,6 Prozent auf 47,45 Billionen Won, wie der weltgrößte Hersteller von Speicherchips, Fernsehern und Handys am Donnerstag mitteilte.

Das schlechtere Ergebnis kam für Marktbeobachter nicht überraschend. Schon Anfang des Monats hatte Samsung vorläufige Ergebnisse veröffentlicht und vor schlechten Zahlen gewarnt.

Vor allem das Handygeschäft steckt tief in der Krise. In diesem Bereich sank der operative Gewinn im Vergleich zum Vorjahresquartal um 74 Prozent. Das war das schlechteste Ergebnis seit drei Jahren.

Samsung macht vor allem die wachsende Konkurrenz des US-Konzerns Apple und der chinesischen Hersteller zu schaffen. Die Handys der Südkoreaner sind zwar billiger als die iPhones von Apple, aber teurer als die chinesischen Geräte etwa von Lenovo und Xiaomi.

Für das vierte Quartal gab sich der Konzern vorsichtig optimistisch: Es werde ein Gewinnanstieg erwartet, Grund sei vor allem die saisonal bedingt starke Nachfrage nach Fernsehgeräten. Der Ausblick für die Handy-Sparte bleibe aber unsicher.

stk/dpa-AFX/Reuters/AP
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