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Klagen von US-Verbrauchern Samsung warnt vor explodierenden Waschmaschinen

Erst brennende Akkus, nun explodierende Waschmaschinen: Samsung hat erneut Ärger mit Berichten über gefährliche Geräte. In den USA verklagen Verbraucher den Konzern, die Aufsichtsbehörde schaltet sich ein.
Waschmaschinen in einem Samsung-Geschäft in Johannesburg (Südafrika)

Waschmaschinen in einem Samsung-Geschäft in Johannesburg (Südafrika)

Foto: © SIPHIWE SIBEKO / Reuters/ REUTERS
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Gerade erst hat Samsung allein in den USA 2,5 Millionen Smartphones wegen Brandgefahr zurückrufen müssen. Nun muss sich der südkoreanische Elektronikkonzern erneut für möglichen Gefahren durch seine Geräte rechtfertigen. Mit der US-Verbraucherschutzbehörde CPSC sei man "in aktiven Diskussionen" über Sicherheitsfragen bei seinen Waschmaschinen, teilte Samsung mit.

Laut einer Verbraucherklage flogen Toplader-Modelle des Konzerns beim Betrieb auseinander. Der Konzern selbst gibt ab, die Sicherheitsprobleme bestünden bei Maschinen, die im Zeitraum von März 2011 bis April 2016 hergestellt worden seien. Es gehe nur um einige Modelle von Maschinen, die von oben befüllt werden - sogenannte Toplader. Das Problem betreffe zudemausschließlich in Nordamerika verkaufte Geräte. In Deutschland vertreibe der Konzern keine Toplader-Waschmaschinen, stellte Samsung klar.

Dem Konzern zufolge könnten bei den betroffenen Geräten "in seltenen Fällen" beim Waschen von Bettwäsche oder großer sowie wasserfester Artikel "nicht normale" Vibrationen entstehen, "die das Risiko von Verletzungen oder Schäden bergen". Verbraucher können per Eingabe der Seriennummer auf einer Website  prüfen, ob sie betroffen sind.

Zuvor war eine Sammelklage bekannt geworden. Eine US-Anwaltsfirma hat diese in New Jersey eingereicht und dabei angegeben, dass "einige Samsung-Toplader in den Häusern der Eigentümer explodierten". Auf Fotos in den Unterlagen sind zerstörte Maschinen und zum Teil auch Schäden an umliegenden Wänden zu sehen. Der Sender ABC berichtete, der US-Verbraucherschutzbehörde CPSC seien seit Anfang vergangenen Jahres 21 Zwischenfälle gemeldet worden.

fdi/dpa/Reuters/AFP