Harte Konkurrenz für Apple Galaxy-Handys bescheren Samsung Rekordgewinn

Samsung findet reißenden Absatz für seine Smartphones - und macht damit einen Rekordgewinn im zweiten Quartal. Vor allem die Galaxy-Reihe sichert den Status des Weltmarktführers. Erzrivale Apple wird immer weiter abgehängt.
Samsung-Shop in Seoul: Stärke im Handy-Markt verdeckt Schwäche in der Chip-Sparte

Samsung-Shop in Seoul: Stärke im Handy-Markt verdeckt Schwäche in der Chip-Sparte

Foto: KIM JAE-HWAN/ AFP

Seoul - Eine Gewinnsteigerung von fast 50 Prozent: Samsung hat dank des Smartphone-Booms ein Rekordergebnis erzielt. Im zweiten Quartal stieg der Überschuss um 48 Prozent auf 5,2 Billionen Won (etwa 3,7 Milliarden Euro), teilte der südkoreanische Technologiekonzern am Freitag mit. So viel verdiente der Weltmarktführer bei Handys, Speicherchips und Fernsehern noch nie in einem Vierteljahr.

Der operative Gewinn kletterte um 79 Prozent auf ein Allzeithoch von 6,7 Billionen Won. Beim Umsatz verbuchte Samsung   einen Anstieg um 21 Prozent auf 47,6 Billionen Won.

Der Konzern profitiert vor allem von der starken Nachfrage nach Smartphones der Galaxy-Reihe - und setzt sich damit immer stärker von Apple ab. Nach Berechnungen von Marktforschern verkaufte Samsung im vergangenen Quartal mit schätzungsweise 52 Millionen Geräten doppelt so viele Smartphones wie der Hauptrivale. Apple   hatte zum zweiten Mal binnen eines Jahres mit seinen Quartalszahlen die hochgesteckten Erwartungen verfehlt.

Samsung-Aktien verteuerten sich nach Vorlage der Zahlen um zwei Prozent. Unabhängig von Apple werde Samsung im dritten Quartal stark dastehen, zeigte sich Analyst Byun Han Joon von KB Investment & Securities optimistisch. "Dass Apple stolpert, ist eine Chance."

Die Stärke im Smartphone-Markt verdeckte allerdings erneut die Schwächen im Chip-Geschäft von Samsung. In dieser Sparte kämpft der Konzern mit niedrigen Preisen und Überkapazitäten. Während sich der operative Gewinn im Bereich Displays erhöhte, fiel der Gewinn der Halbleitersparte im Jahresvergleich um 38 Prozent auf rund 1,1 Billionen Won.

yes/dpa-AFX/Reuters
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.