Strategieschwenk Samsung prüft eigene Aufspaltung

Südkoreas IT-Gigant Samsung könnte sich in zwei Teile spalten. Das Unternehmen prüft, sein operatives Geschäft abzutrennen und in den USA an die Börse zu bringen.
Samsung-Logo

Samsung-Logo

Foto: ANDREW KELLY/ REUTERS

Der Smartphone-Marktführer Samsung denkt nach eigenen Angaben über eine weitere Vereinfachung seiner Unternehmensstruktur nach. Man werde sich womöglich aufspalten, teilte der südkoreanische Konzern am Dienstag mit, der auch die Nummer Eins bei Speicherchips und Fernsehern ist. Das könne die Bildung einer Dachgesellschaft einschließen.

Samsung reagierte damit unter anderem auch auf Forderungen des US-Investors Elliot Management, der Aktionär bei Samsung Electronics ist, nach einem Konzernumbau.

In einem offenen Brief hatte der US-Hedgefonds im Oktober kritisiert, dass das Beteiligungsgeflecht der Samsung-Gruppe - deren Flaggschiff der Elektro-Hersteller ist - zu kompliziert sei. Samsung solle ein Unternehmen abspalten, das für das operative Geschäft zuständig ist, sowie eine Holding bilden.

Die Überprüfung, an der auch externe Berater beteiligt seien, könne mindestens sechs Monate in Anspruch nehmen. Samsung war zuletzt wegen einer weltweiten Rückrufaktion für sein Smartphone Galaxy Note7 wegen Brandgefahr bei den Akkus unter Druck geraten.

Zudem gehört Samsung zu den Unternehmen, die im Zuge der Korruptionsaffäre um die südkoreanische Präsidentin Park Geun Hye durchsucht wurden.

ssu/dpa-AFX/Reuters