Verdacht auf unerlaubte Absprachen Europaweite Razzia bei Samsung und Philips

Mehrere Elektronikkonzerne sind ins Visier der EU-Kommission geraten. Ermittler haben europaweit Büros von Samsung und Philips durchsucht. Der Verdacht: Sie sollen die Preise im Onlinehandel manipuliert haben.
Logo von Samsung: Unternehmen will mit Ermittlern kooperieren

Logo von Samsung: Unternehmen will mit Ermittlern kooperieren

Foto: Robert Schlesinger/ picture alliance / dpa

Brüssel - Die EU-Kommission ermittelt europaweit gegen Samsung   und Philips  . Die Konzerne sollen unerlaubte Absprachen getroffen haben. Ein Samsung-Sprecher sagte, man kooperiere in vollem Umfang mit der Europäischen Kommission. Weitere Angaben machte er nicht.

EU-Ermittler hatten bereits am Donnerstag Geschäftsräume von Elektronikunternehmen in mehreren EU-Staaten durchsucht. Auch Büros von Media-Saturn waren betroffen. Die Unternehmen würden verdächtigt, die Zahl der Elektronikprodukte im Online-Handel limitiert zu haben, teilte die EU-Kommission mit. Das könnte zu höheren Preisen für die Verbraucher führen. Die betroffenen Unternehmen seien in der Herstellung, im Vertrieb und im Verkauf von Elektronikprodukten und kleinen Haushaltsgeräten tätig, so die Kommission.

Falls die Wettbewerbshüter ihre Vorwürfe erhärten und förmliche Kartellverfahren gegen die Unternehmen eröffnen, drohen hohe Bußgelder von bis zu zehn Prozent eines Jahresumsatzes. Üblicherweise wird dieser Rahmen aber nicht ausgeschöpft.

cte/dpa/Reuters

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