Ermittlungen in San Francisco Elon Musk soll Betten für Angestellte in Twitter-Büros aufgestellt haben

Ist das Elon Musks nächster Schritt im »Hardcore«-Plan für Twitter? Der Unternehmer hat laut Medienberichten Betten in Büros von Beschäftigten aufbauen lassen. Die Behörden vermuten Illegales.
Twitter-Büro in San Francisco: Musk reagiert auf Prüfung der Behörden verärgert

Twitter-Büro in San Francisco: Musk reagiert auf Prüfung der Behörden verärgert

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Noah Berger / AP

Bereits vor Wochen stellte Elon Musk seine Belegschaft bei Twitter vor eine schwere Entscheidung. Klotzen oder kündigen, so lässt sich der »Hardcore«-Plan des Tech-Unternehmers zusammenfassen. Viele haben gekündigt, andere mussten gehen – doch die, die noch an Bord sind, dürften so langsam eine Ahnung von dem bekommen, wie ihr Arbeitsalltag künftig aussehen könnte.

Der Twitter-Chef hat laut Medienberichten jedenfalls in mehreren Twitter-Büros in San Francisco Betten aufbauen lassen. Motto: Arbeiten bis zum Umfallen? Laut »Forbes « scheint es Musk durchaus ernst zu meinen, dass Beschäftigte aus dem Bett wieder direkt an den Schreibtisch fallen sollen. Auf einem Bild aus einem Bürokomplex seien ein Schlafplatz mit orangefarbenem Teppichboden, hölzernem Nachttisch und einem breiten Bett zu sehen – sowie zwei Sesseln, die etwas Geselligkeit am Arbeitsplatz zuließen.

Respektlosigkeit oder Fürsorge?

Womöglich, so berichten andere Medien unter Berufung auf Insider, sollen die Betten aber auch für diejenigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter reserviert sein, die auf Geschäftsreise zu Twitter kommen – um so etwa Hotelübernachtungen einzusparen.

Klar ist: Bett und Nachttisch dürften eine deutliche Verbesserung zu dem sein, wie bei Twitter bisher so mancher ein paar Stunden Schlaf fand. Erst kürzlich verbreitete sich das Bild einer schlafenden Twitter-Mitarbeiterin in den sozialen Medien. Sie lag mit Schlafsack, Isomatte und Schlafbrille neben Bürostühlen. Mancher bekannte sich nach dem Kauf von Twitter durch Musk gar offen dazu, im Büro zu übernachten.

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»Forbes« berichtete unter Berufung auf einen Insider jedoch auch, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht über die neuen Schlafplätze informiert worden seien. »Das sieht nicht gut aus«, wird er zitiert. »Es ist ein weiteres unausgesprochenes Zeichen von Respektlosigkeit.« Es habe keine Diskussion gegeben, die Betten seien einfach so aufgetaucht.

Musk hat die Rechnung aber möglicherweise ohne die Behörden gemacht. Der »San Francisco Chronicle « berichtet, dass das Bauaufsichtsamt die Sache genauer prüfen und die Büros gegebenenfalls inspizieren wolle. Es gehe darum sicherzustellen, dass die Gebäude auch vorschriftsgemäß genutzt werden. Ein Nutzer habe sich zuvor über die Betten beschwert – auf Twitter natürlich.

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Musk selbst reagierte auf den Bericht der Prüfung zumindest pikiert. Er twitterte: »Die Stadt San Francisco geht also gegen Unternehmen vor, die Betten für müde Mitarbeiter bereitstellen, anstatt dafür zu sorgen, dass Kinder vor Fentanyl sicher sind.« Dazu verlinkte er einen Bericht über ein Baby, das kürzlich eine Überdosis des verbreitet als Droge missbrauchten Schmerzmittels erlitt. Gerichtet an Bürgermeisterin London Breed fragte er: »Wo sind Ihre Prioritäten?«

apr
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