US-Regierung ExxonMobil darf nicht mit Rosneft kooperieren

Außenminister Rex Tillerson hatte als Exxon-Chef die Partnerschaft mit dem sanktionsbewehrten russischen Ölkonzern Rosneft eingefädelt. Doch die guten Verbindungen halfen jetzt nichts: Eine Ausnahme gibt's nicht.

ExxonMobil-Raffinerie
AP

ExxonMobil-Raffinerie


Die Partnerschaft hätte durchaus lukrativ werden können. Gemeinsam hatte man im Schwarzen Meer nach Öl bohren wollen. 2012 hatten die Energieriesen ExxonMobil und Rosneft deswegen ein Joint-Venture vereinbart. Doch die Sache hat einen Haken. Denn inzwischen steht Rosneft auf der Liste der russischen Konzerne, mit denen der Westen keine Geschäfte mehr macht - zumindest so lange, wie Moskau in der Ukrainekrise zündelt.

Jetzt hat die US-Regierung einen Antrag von ExxonMobil Chart zeigen auf eine Ausnahmeregelung von den Sanktionen zurückgewiesen. Nach Beratschlagung mit Präsident Donald Trump habe sein Ministerium beschlossen, keinem US-Unternehmen - auch nicht ExxonMobil - solche Zugeständnisse zu machen, teilte Finanzminister Steven Mnuchin am Freitag in Washington mit.

Der Antrag, über den zunächst das "Wall Street Journal" berichtet hatte, hatte auch deshalb für Aufsehen gesorgt, weil die Partnerschaft mit Rosneft Chart zeigen unter dem damaligen Exxon-Chef Rex Tillerson eingefädelt wurde - Trumps heutigem Außenminister.

mik/dpa



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