Softwarekonzern SAP-Chef bekommt 14 Millionen Euro

Bill McDermott hat 2016 knapp 14 Millionen Euro verdient - fast drei Mal so viel wie im Vorjahr. Auf einen Großteil des Geldes muss der Chef des Softwarekonzerns SAP allerdings noch warten.

SAP-Chef Bill McDermott
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SAP-Chef Bill McDermott


Wie hoch dürfen Managergehälter sein? Die Frage wird nach dem Wahlkampfvorstoß der SPD gerade wieder heftig diskutiert. Beim baden-württembergischen Softwarekonzern SAP Chart zeigen lautet die Antwort bis auf Weiteres: ziemlich hoch.

Denn dank langfristiger Gehaltsbestandteile verdiente SAP-Chef Bill McDermott im vergangenen Jahr fast dreimal soviel wie 2015. Der Vorstandsvorsitzende erhält knapp 14 Millionen Euro, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Geschäftsbericht hervorgeht. Im Vorjahr waren es 5,4 Millionen Euro.

Grund für den Sprung ist vor allem die langfristige variable Vergütung, die sich am Kurs der SAP-Aktie orientiert und sich auf mehrere Jahre bezieht. Die SAP-Aktie hatte im vergangenen Jahr mehr als 20 Prozent zugelegt. Das Geld sieht McDermott allerdings nicht sofort. Auf die langfristigen Bestandteile muss er bis zu vier Jahre warten.

SAP hatte die für 2016 gesteckten Ziele erreicht: Der Umsatz stieg um sechs Prozent auf 22,1 Milliarden Euro. Nach Steuern verdiente das Unternehmen mit 3,6 Milliarden Euro 18 Prozent mehr als im Vorjahr, als noch ein teures Abfindungsprogramm zu Buche schlug.

Auch die Mitarbeiter sind offenbar zufriedener. Der sogenannte Engagement-Index, mit dessen Hilfe SAP die Stimmung der Belegschaft misst, stieg 2016 um drei Prozentpunkte auf 85 Prozent. 2017 bis 2020 soll der Wert zwischen 84 und 86 Prozent liegen.

Die Befragung ist bei SAP ein sensibles Thema. Denn der Erfolg der Softwareschmiede hängt von motivierten Entwicklern und Softwareberatern ab. 2010 musste der damalige SAP-Chef Léo Apotheker abtreten, weil nicht nur Kunden meuterten, sondern auch interne Zufriedenheitswerte einbrachen.

dab/dpa



insgesamt 43 Beiträge
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james.n 28.02.2017
1. Wenn man bedenkt, dass ...
... Bundesligaballtreter bis zu 10 Mio. zuzüglich Werbeeinahmen "verdienen", wonach kein Hahn, noch nicht einmal die SPD-Rakete Schulz kräht, dann sind 15 Mio. für einen Topmanager nicht zu wenig.
flitzblitz 28.02.2017
2. von mir aus.
scheint ja seinen job gemacht zu haben. dann soll er halt auch sein geld bekommen. ist aber schon ne ordentkiche stange geld.
janne2109 28.02.2017
3. aktienkurs
wenn an einen langfristigen Aktienkurs gekoppelt ist es in Ordnung, denn dann haben die Aktionäre auch etwas davon
gluecklicherhans 28.02.2017
4. So sollte es sein!
Wer es sich skandalfrei erarbeitet hat, soll es auch bekommen. Erst recht, wenn die Belegschaft ebenfalls überdurchschnittlich zufrieden ist.
joG 28.02.2017
5. Wie will man das behandeln....
....wenn nun das Gesetz kommt, das das Managereinkommen begrenzt? Nimmt er dann ein Gehalt von Euro 100.000 und den Rest als Dividende?
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